Seifert: Transfermarkt hat finanzielle Grenze erreicht

Martin van de Flierdt, Dirc Seemann
Sport1

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hält die finanziellen Grenzen auf dem Transfermarkt für erreicht.


"Ich glaube nicht an eine weitere Erhöhung der Preise für Top-Transfers", sagte Seifert am Dienstag auf dem 5. International Frankfurt Football Summit vor Fachpublikum aus der Fußballwirtschaft. Transfers in der Größenordnung 400 oder 500 Millionen Euro Ablöse werde es nicht geben.

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"In den letzten Jahren sind gerade die Preise für durchschnittliche Spieler explodiert", erklärte Seifert. Die Kosten für "Spieler, die normalerweise keinen Unterschied machen", seien seit 2013 um 110 Prozent gestiegen.

Seifert sieht Beraterhonorare als Ursache für steigende Preise

Die Ursache sieht der 50-Jährige in erster Linie in den Beraterhonoraren. 


Die Berater hätten großes Interesse, beispielsweise "Spieler x, der für 20 Millionen Ablöse beim Verein a nicht funktioniert hat, für zehn Millionen an Verein b weiterzuvermitteln". In einem solchen Fall, führte Seifert an, hätte der Berater rund sechs Millionen Euro verdient.

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"Das sind Kosten, die dringend eingedämmt werden müssen." Es gehe dabei auch um das wichtige Thema Transparenz. Die EU-Kommission hatte zuletzt gewarnt, dass der internationale Profifußball für Geldwäsche anfällig sei und unter Beobachtung der internationalen Behörden stehe.

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