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Zahlt Nadal jetzt den Preis für seine seltene Erkrankung?

·Lesedauer: 3 Min.
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Zahlt Nadal jetzt den Preis für seine seltene Erkrankung?
Zahlt Nadal jetzt den Preis für seine seltene Erkrankung?

Erlebt die Tennis-Welt das schleichende Ende einer langen Ära?

Bei den am Montag beginnenden US Open fehlen gleich drei Stars, die den Sport über Jahrzehnte geprägt haben: Es ist das erste Mal seit 1997, dass bei einem Grand-Slam-Turnier weder Serena Williams noch Roger Federer noch Rafael Nadal dabei sind - und ihre Fans werden sich daran womöglich schon jetzt gewöhnen müssen.

Federer ist in diesem Jahr 40 geworden, Williams wird es im kommenden Monat - und beide haben nach ihrem jeweils dramatischen Aus in Wimbledon vergeblich versucht, für das Turnier in New York wieder fit zu werden. (SERVICE: ATP-Kalender)

Nadal, langjähriger Rivale von Federer und Djokovic und im Wimbledon auch schon nicht dabei, ist zwar fünf Jahre jünger. Aber auch sein Körper droht ihm Stich zu lassen. Und eine wohl entscheidende Rolle spielt dabei eine seltene Erkrankung, die Nadal seit mittlerweile 16 Jahren beschäftigt.

2005 festgestellte Krankheit beschäftigt Nadal bis heute

Nadals Rückkehr beim Turnier in Washington zu Beginn des Monats endete schon nach zwei Partien: Der Spanier, der sich bereits bei seinem Halbfinal-Aus gegen Novak Djokovic bei den French Open mit Fußproblemen plagte und danach eine längere Pause eingelegt hatte, verlor in der US-Hauptstadt gegen Lloyd Harris.

Im Anschluss sprach Francis Roig, ein Mitglied seines Teams, von Nadals Beschwerden im linken Fuß. Der Mallorquiner sagte selbst dazu: “Ich bin mir des Fußproblems bewusst. Ich muss arbeiten in der Hoffnung, dass es besser wird, und lernen, damit zu leben, wenn es auftritt.”

Leben muss er mit diesen Problemen, die nun auch seine Teilnahme an den US Open verhindern, schon seit dem Jahr 2005: Schon damals wurde bei dem damaligen Jungstar das Müller-Weiss-Syndrom festgestellt (englischer Name: “Brailsford disease”) - eine Diagnose, die ihn bis heute beschäftigt.

Rafael Nadal leidet am Müller-Weiss-Syndrom

“Am Tag, nachdem ich in Madrid Champion geworden war, fühlte ich mich wie gelähmt und nach einer sorgfältigen Analyse sagte man mir, dass ich ein Problem am Kahnbein hätte”, erinnerte sich Nadal im Tennis-Blog Punto de Break an die damalige Situation.

Die ersten Symptome traten bereits nach dem Turnier in Schanghai auf, wie er in der Sendung My house ist yours verriet: “Am Tag nach dem letzten Spiel wachte ich auf und hinkte: Ich hatte eine kleine Kahnbeinverletzung. Da es dünner war, brach es in zwei Hälften. Seitdem hat sich an dieser Stelle eine Beule gebildet”, erklärte Nadal.

Trotz der Symptome rätselten die Ärzte lange über die genaue Diagnose - waren sich aber einig in einem beängstigenden Urteil: Bei einer Verschlimmerung müsste er seine Profikarriere aufgeben.

Ein Spezialist erkannte dann die genauen Umstände: Das Müller-Weiss-Syndrom ist eine degenerative Erkrankung des Kahnbeins, die zu einer Deformierung dieses Knochens im Mittelfuß führt. Die seltene Krankheit bricht normalerweise in der Kindheit aus, macht sich aber erst im Laufe der Jahre bei stärkerer Belastung der Gelenke bemerkbar.

Nadal fand Lösung - mit einem Haken, der nachwirkt

Nadals Lösung für das Problem? “Ich habe eine sehr aggressive Einlage verwendet, die den Drehpunkt des linken Fußes ablenkt.”

Diese hat zwar die Schmerzen im Fuß gelindert, laut Pilar Nieto, Präsidentin des offiziellen Kollegiums der Podologen der Comunidad Valenciana, jedoch über die Jahre zu Folgeverletzungen geführt.

“Abgesehen davon, dass die Schmerzen in diesem Bereich allmählich verschwanden, erlitt Rafa Verletzungen an anderen Körperteilen, die er überlastet hatte, um plötzliche Bewegungen mit dem Fuß zu vermeiden”, erklärte sie die Folgen: “In der Tat sind körperliche Probleme in den Knien - insbesondere an den Sehnen der Kniescheiben - eine Folge des Müller-Weiss-Syndroms.”

Die Gründe für Nadals Probleme sind also bereits seit 2005 bekannt. Sein frühes Karriereende konnte er durch eine Umstellung seines Bewegungsablaufs dennoch verhindern - aber unter Umständen rächt sich dies nun durch schwere Folgeschäden.

Es wird sich zeigen, ob der 20-malige Grand-Slam-Sieger seinen Körper nochmal überlisten und auf die Tour zurückkehren kann - oder ob ihn ein altbekanntes Problem nun endgültig in den Ruhestand schickt.

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