Sergio Perez: Jetzt hätte ich mal das Auto ...

Stefan Ehlen
motorsport.com

"Jetzt hätte ich mal ein [schnelles] Auto", sinniert Sergio Perez. Der Rest der Äußerung bleibt unausgesprochen. Was der Mexikaner sagen will, liegt aber auf der Hand: Der Racing Point RP20, im Fahrerlager als "Mercedes-Kopie" verschrien, könnte in der Formel-1-Saison 2020 zu einer Überraschung avancieren, sofern die Saison irgendwann in Gang kommt.

Doch die Bemerkung zu seinem Fahrzeug ist in Perez' Gespräch mit der spanischen Zeitung 'AS' nur eine Randnotiz. Denn Perez selbst macht sich in der Coronavirus-Krise große Sorgen und ist extra von Madrid zurück nach Mexiko gezogen, um bei seiner Familie sein zu können.

"Die Situation ist viel ernster als wir dachten", meint Perez. "Nehmen wir mal Italien. Dort hat man nicht die Krankenhauskapazitäten, um allen [Patienten] gerecht zu werden."

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Perez' Aussichten für 2020

Der Motorsport trete da klar in den Hintergrund. "Jetzt ist das Wichtigste, dass wir aufmerksam sind, an andere denken und [Abstand zueinander halten]."

Die Hoffnung, noch in diesem Jahr wieder Formel-1-Rennen zu bestreiten, hat Perez noch nicht aufgegeben. Seine These zur Saison 2020: "Wir haben definitiv ein gutes Auto." Das hätten die Wintertests in Barcelona gezeigt.

"Ich glaube allerdings, die Topteams sind uns immer noch ein bisschen voraus, aber im Mittelfeld geht es sehr eng zu. Um auf das Podium zu fahren, da müsste schon etwas mit den drei Teams vor uns passieren, aber warten wir einfach ab."

Insgesamt rechne er damit, dass es Racing Point gelungen sein dürfte, den Abstand auf die Spitze "ein bisschen" verkürzt zu haben. "Um wie viel, das weiß ich nicht. Ich würde es nur gerne herausfinden", sagt Perez.

Mit Bildmaterial von LAT.

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