Sergio Perez: RP20 bestes Auto meiner ganzen Karriere!

Maria Reyer
motorsport.com

Racing Point scheint mit dem "rosaroten" Mercedes, wie der RP20 von der Konkurrenz genannt wird, einen Schritt vorwärts gemacht zu haben. Geht es nach Routinier Sergio Perez ist der neue Bolide, der dem Silberpfeil W10 aus dem Vorjahr zum Verwechseln ähnlich sieht, das "beste Auto" seiner Karriere.

Nach dem vierten Testtag, an dem Perez 84 Runden abspulen konnte, bilanziert er: "Ich denke ja, [das ist das beste Auto meiner Karriere]. Das ist das beste, solideste Paket, mit dem ich je in eine Saison gegangen bin." Sein Team hat in der Entwicklung einen neuen Ansatz gewählt, und sich vom W10 inspirieren lassen.

Als Mercedes-Motorkunde sei das nichts Verwerfliches, argumentiert die Mannschaft. Die Konkurrenz ist hingegen wenig begeistert, schließlich wittert Racing Point bereits Podiumsluft. "Ich würde mich sehr freuen, wären wir so konkurrenzfähig. Aber es ist ehrlich gesagt schwierig herauszufinden, was die anderen machen", gibt Perez zu.

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Am Ende der Testfahrten werde er ein klareres Bild vor Augen haben. "Aber wo wir wirklich stehen, werden wir erst in Melbourne wissen. Es gibt noch viele Bereiche, in denen wir uns verbessern müssen." Das bestätigt auch Performance-Direktor Tom McCullough.

"Mit mehr Kilometer auf dem Buckel haben wir ein paar Problemfelder am Auto gefunden, wir hatten ein paar Schwierigkeiten mit den Sensoren, was uns ein bisschen Zeit gekostet hat heute Vormittag." Mit 127 Runden konnte Racing Point dennoch die drittmeisten abspulen.

Perez hofft, dass sich sein gutes Gefühl auch in Australien bewahrheiten wird. "Das Auto funktioniert derzeit sehr gut. Es gibt gute Zeichen, aber wir müssen auch noch Arbeit verrichten vor Melbourne. Hoffentlich können wir bestmöglich vorbereitet sein."

Er träumt davon, die Topteams im letzten Jahr vor den Regeländerungen herauszufordern. "Ich denke, die Topteams sind immer noch sehr stark", muss er aber auch zugeben." Dem traditionellen Saisonverlauf der Mannschaft mit einem schwachen Saisonstart und einer besseren zweiten Hälfte will er definitiv entgegenwirken.

"Wir haben immer dazu tendiert, erst in der zweiten Saisonhälfte gut dabei zu sein. Das wird zum ersten Mal ein starker Auftakt, glaube ich." Selbst wenn Racing Point den Top 3 nicht das Wasser reichen wird, befindet sich das Team in einem hart umkämpften Mittelfeld.

"Wir wissen, dass alle nur noch stärker werden mit dem Verlauf der Saison. Es ist daher nicht so wichtig, wo du beim Start in Melbourne bist, sondern eher wo du in Abu Dhabi bist." Racing Point könnte dabei ein wenig ins Hintertreffen geraten, da noch unklar scheint, ob das Team überhaupt Updates bringen wird.

Mit Bildmaterial von LAT.

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