Serie A: Serie A: "Haben zehn Tage zu spät aufgehört”

SPOX

Damiano Tommasi, Chef der italienischen Fußballergewerkschaft, hat betont, dass es zu einer Rückkehr zum Sport-Alltag noch ein weiter Weg sei und zu spät auf die Entwicklungen reagiert wurde. Der Fokus liege momentan vielmehr auf dem Lebensalltag der Bevölkerung.

"Der Fußball ist auf der Skala der wichtigen Dinge gerade auf der niedrigsten Stufe überhaupt", sagte Tommasi der Süddeutschen Zeitung. "Jetzt einen Arzt für einen Fußballer abzustellen, während in den Krankenhäusern alles zusammenbricht? Den Fußball wieder rollen zu lassen, hieße, der Gesellschaft zu signalisieren: Die Normalität ist wieder nahe. Und das ist noch nicht so."

Italien ist in Europa am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen und hat am Donnerstag China in der Zahl der Toten überholt. Zwar strebe der italienische Verband eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Mai an, Tommasi hält dies jedoch in Anlehnung an China - dort soll ab dem 22. Mai wieder gespielt werden - für nicht realistisch: "Wenn wir das auf unsere Lage herunterbrechen, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir wirklich im Mai den Fußball wieder aufnehmen können."

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Serie A: "Haben zehn Tage zu spät aufgehört"

Die UEFA hat die Europameisterschaft auf den kommenden Sommer verschoben, weshalb die nationalen Ligen zusätzliche Zeit haben, die Saison zu beenden. Eine früher Pause hätte Tommasi deshalb für sinnvoll gehalten: "Ich fürchte, wir haben zehn Tage zu spät aufgehört. Dies früher zu tun, hätte wertvolle Zeit geschaffen. Aber es hat jetzt keinen Sinn zu polemisieren."

In der vergangenen Woche hatte Italien sämtliche Sportveranstaltungen bis zum 3. April ausgesetzt. "Es gibt keinen Grund, die Sportveranstaltungen fortzusetzen. Es tut mir leid, aber alle Tifosi müssen das akzeptieren", erklärte Premierminister Giuseppe Conte.

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