Shaqiri lässt die Schweiz im Stich

SPORT1
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Es ist DAS beherrschende Thema in den Schweizer Medien: Superstar Xherdan Shaqiri lässt die wichtigen EM-Quali Spiele in Irland und gegen Gibraltar sausen!

"Für die EM-Qualifikationsspiele in Irland und gegen Gibraltar nicht zur Verfügung stehen wird Xherdan Shaqiri. Der 82-fache Nationalspieler hat sich in Anbetracht seiner aktuellen Situation dazu entschieden, sich vollumfänglich auf seinen Club Liverpool zu konzentrieren", ließ der Schweizer Fussball-Verband verlauten.


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Die Schweizer Tageszeitung Blick wertet die Absage als "Affront gegenüber seinen Mitspielern" und als "Null-Bock-Geste in Richtung der Schweiz".

Kein Training in Liverpool

Shaqiri war zuletzt gegen den FC Burnley, erst am 4. Spieltag, zu seinen ersten Pflichtspielminuten der Saison gekommen. Eine Fokussierung auf den Verein wäre rein sportlich gesehen also keine falsche Entscheidung.

Laut Informationen von Blick findet bei den Reds während der Länderspielpause allerdings gar kein geregelter Tagesablauf statt! Trainer Jürgen Klopp hat den Spielern frei gegeben.

Es gibt kein Mannschaftstraining und damit keine Möglichkeit für Shaqiri, sich für weitere Einsätze beim amtierenden CL-Sieger zu empfehlen.

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Xhaka als Kapitän brüskiert Shaqiri

Shaqiris Absage ist offenbar vielmehr auf das angespannte Verhältnis zu Trainer Vladimir Petkovic zurückzuführen. Der "Kraftwürfel" fühlt sich vom Trainer vernachlässigt. Shaqiri spürt nicht die Wertschätzung wie von Petkovic-Vorgänger Ottmar Hitzfeld.


Hauptgrund für Shaqiris Verstimmung soll die Ernennung von Granit Xhaka zum Kapitän sein. Ihn soll Petkovic ohne Abstimmung ernannt haben. Für Shaqiri ist das Kapitänsamt ein großes Zeichen der Wertschätzung.

Schon bei der EM 2016, als Petkovic ihn überging drohte der Ex-Bayer: "Was ist, wenn der Kosovo mich als Captain will? Dann denkst du doch darüber nach, ist doch klar. Jeder will Captain sein. Von der Hierarchie her bin ich ganz oben dabei. Ich müsste bei den Captains dabei sein. Ich bin sicher enttäuscht."

Damals ernannte Petkovic hinter Stephan Liechtsteiner und Valon Behrami Granit Xhaka zum dritten Kapitän.


Trainer über Shaqiri: "Beziehung könnte besser sein"

Shaqiri und Xhaka verbindet ein jahrelanges Kräftemessen. Beide spielten in der Jugend des FC Basel. Shaqiri sieht sich seit seinem Wechsel zum FC Liverpool im Vorteil, auch aufgrund seiner höheren Zahl an Instagram-Followern.

Wie Petkovic womöglich den Unmut seiner Diva Shaqiri hätte vermeiden können, hat der neue Nati-Manager Pierluigi Tami einst bei der U21-Nationalmannschaft vorgemacht: Er ernannte statt Xhaka oder Shaqiri seinen Torwart Yann Sommer zum Kapitän.


Auf der Pressekonferenz vor den wegweisenden Quali-Spielen erklärte Petkovic: "Die Beziehung zu Xherdan Shaqiri ist okay. Es könnte aber besser sein. Ich habe Xherdan eine lange SMS geschrieben.

Wir wollen den alten Shaqiri zurück, der den Unterschied in einem Spiel machen kann.“

In Dublin und zuhause in Sion müssen aber nun andere den Unterschied ausmachen.

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