Price tritt nach Zoff-Duell nach: "Hat mich WM-Finale gekostet"

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Gerwyn Price hat wenige Stunden nach seinem verlorenen Halbfinale bei der Darts-WM gegen Peter Wright weiteres Öl ins Feuer gegossen und den Zoff der beiden angeheizt.

Der Waliser setzte um 2.30 Uhr nachts einen Tweet ab, indem er sich über die kleine Provokation von Wright beschwerte, als dieser nach gewonnenem ersten Satz mit leicht ausgestreckter Zunge auf Price zuging - eine Reaktion auf die Ansage des Bad Boys, dass Wright froh sein könne, "wenn er überhaupt einen Satz gewinnt."


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"Es war das größte Spiel meiner Karriere und ich war voll fokussiert. Vor und nach einem so wichtigen Spiel sind Sticheleien okay, aber nicht währenddessen, wenn die Spieler voll fokussiert sind und versuchen, ihren Job zu machen, nachdem der erste Satz gerade in die Hose gegangen ist", schrieb Price in dem Statement. (Spielplan und alle Ergebnisse der Darts-WM 2020).


Price übt harte Kritik an Wright

"Ich war verärgert über die Reaktion von Peter und denke, dass es nicht in Ordnung war, wenn man die Konsequenzen bedenkt. Ich habe mich danach nie wohlgefühlt und es hat mich angep***t. Ich war ab diesem Punkt Müll und es hat mich einen Platz im Weltmeisterschafts-Finale gekostet", schimpfte Price und fügte an: "Die Spieler wissen, was sie machen und machen das, wenn sie wissen, dass es eine Gefahr gibt."


Price fand tatsächlich während der gesamten Partie kaum ins Spiel und kam auf einen enttäuschenden Average von nicht einmal 90 Punkten (Wright 98). Auch in der Checkout-Quote (34 zu 36 Prozent) und bei den geworfenen 180ern (9 zu 16) war der "Iceman" seinem Gegner unterlegen.

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Nach dem zweiten Satz leistete sich dann Price eine Provokation: Vor dem Gang in die Pause stellte er sich Wright in den Weg und sorgte für einen kleinen Rempler. "Wenn er das braucht, dann soll er das machen. Mir ist das egal. Wer hat gewonnen?", meinte Wright im SPORT1-Interview auf Price' Verhalten angesprochen.


Der Schotte ließ sich davon im Gegensatz zu seinem Gegner nicht aus der Ruhe bringen und gewann die Partie verdient mit 6:3.

Wright verwandelt achten Matchdart

Spielentscheidend war wohl das fünfte Leg des siebten Satzes. Wright gelang ein Break, Price spielte in der Folge sehr schwaches Darts. Im ebenfalls verloren gegangenen achten Satz brachte er es gerade einmal auf einen Drei-Dart-Average von lediglich 78 Punkten.

Bei 0:2 nach Legs im neunten Satz bäumte sich der Waliser noch einmal auf. Nachdem Wright einen Matchdart vergab, gelang ihm sogar der Ausgleich. Das anschließende Entscheidungsleg war an Dramatik kaum zu überbieten. Price hatte die Chance zum Satzgewinn, Wright stellte dann aber mit seinem achten Matchdart den Sieg sicher.


Price verließ die Bühne in Sekundenschnelle mit versteinerter Miene - und ohne den eigentlich obligatorischen Handshake mit seinem Gegenüber. Wright ließ sich unterdessen von der begeisterten Menge feiern.

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Price verweigert Handshake mit Wright

"Weil wir unsere Hände nicht gewaschen hatten", begründete der Sieger anschließend im SPORT1-Interview den ausgebliebenen Handschlag und beteuerte: "Wir haben uns die Hände geschüttelt, nachdem ich sie gewaschen hatte."


Auch Price äußerte sich in seinem Twitter-Statement kurz zum ausbleibenden Handschlag. "Es ist keine Regel, dass man sich die Hände vor, während und nach dem Match schütteln muss."

Wright steht durch den Sieg zum zweiten Mal im WM-Finale, in dem er wie schon bei seiner Endspiel-Niederlage 2014 auf Michael van Gerwen trifft.

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