Sim-Racing-Debüt von Sebastian Vettel endet ohne Top-10-Platzierung

Norman Fischer
motorsport.com

Sebastian Vettel hat am gestrigen Samstag sein vielbeachtetes Sim-Racing-Debüt gegeben. Der Ferrari-Pilot nahm erstmals an einem virtuellen Event teil und fuhr in der Legends-Trophy der All-Star-Serie mit. Der Erfolg ließ jedoch noch auf sich warten: Vettel schaffte bei seinem Debüt kein Top-10-Ergebnis und wurde in den beiden Rennen in Sepang 15. und Zwölfter.

Bei den beiden Läufen über acht Runden in einem Brabham BT44B waren neben Vettel auch andere ehemalige Formel-1-Stars wie Jenson Button, Juan Pablo Montoya, Vitantonio Liuzzi oder Tiago Monteiro und andere Renngrößen wie Petter Solberg, Helio Castroneves, Andy Priaulx oder Dario Franchitti am Start.

Vettel fuhr ein durchwachsenes erstes Rennen mit einigen Zwischenfällen und landete dabei auf dem 15. Platz. Der Sieg im ersten Lauf ging an Montoya vor Button und Emanuele Pirro.

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Im zweiten Lauf in umgekehrter Startaufstellung durfte Vettel von Rang sieben aus beginnen. Dank eines Unfalls vor ihm war der Deutsche in der ersten Kurve Vierter, bevor er sich in der vorletzten Runde drehte und ans Ende des Feldes zurückfiel. Am Ende wurde Vettel noch Zwölfter, während an der Spitze Adrian Fernandez vor Darren Turner und Pirro gewann.

Juan Pablo Montoya gewann den ersten Lauf der Legends-Trophy

Juan Pablo Montoya gewann den ersten Lauf der Legends-Trophy <span class="copyright">Torque Esport</span>
Juan Pablo Montoya gewann den ersten Lauf der Legends-Trophy Torque Esport

Torque Esport

Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc kämpfte derweil an dem Abend um den Sieg beim #NotTheGP in Hockenheim. Der Monegasse fuhr in beiden Läufen als Erster über den Zielstrich, wurde aber bei beiden Rennen aufgrund einer Zeitstrafe auf Rang zwei nach hinten versetzt.

Drei Formel-1-Piloten beim #NotTheGP

Im ersten Lauf konnte Cem Bolukbasi nach einem rundenlangen Zweikampf profitieren, im zweiten Lauf war es Veloces TRL Limitless, der sich im Dreikampf mit Leclerc und dessen Ferrari-Kollegen Tiametmarduk durchsetzen konnte.

Der Event, der nach einer Reihe von Versus-Events im K.O.-System wieder als normales Rennen ausgetragen wurde, hatte mit Leclerc, Nicholas Latifi und Antonio Giovinazzi diesmal nur drei Formel-1-Piloten am Start.

Latifi konnte sich im ersten Lauf Platz drei holen und wurde im zweiten Rennen Siebter. Giovinazzi hatte mit zwei Abbrüchen zu kämpfen und schied daher in beiden Rennen aus. Der zweimalige Formel-E-Meister Jean-Eric Vergne konnte im ersten Rennen nicht mitfahren und wurde im zweiten Lauf Vierter.

Aus deutschsprachiger Sicht waren auch die YouTube-Stars Felix von der Laden sowie Peter und Jay von Pietsmiet dabei. Von der Laden schaffte in Rennen eins immerhin Rang zehn, konnte aber im zweiten Lauf nach Verbindungsproblemen nicht antreten.

Peter von Pietsmiet schied in beiden Läufen aus - im zweiten Rennen war es eine Kollision mit Pietro Fittipaldi im Kampf um eine Top-5-Position. Sein Kanal-Kollege Jay holte im zweiten Lauf Rang acht.

Kontroverse bei Norris' IndyCar-Start

Lando Norris war bei diesem Event ausnahmsweise nicht am Start, weil er am virtuellen IndyCar-Rennen teilnahm. Der Brite war dabei sogar in eine echte Kontroverse verwickelt. Norris lag bei dem Ovalrennen in Führung, als er von IndyCar-Pilot Simon Pagenaud aus dem Rennen genommen wurde. Pagenaud war nach einem Unfall chancenlos und sagte in seinem Stream, dass er jetzt Norris aus dem Rennen nehmen werde.

Kurz darauf fuhr er in einer Kurve langsam und es kam zum Crash mit dem McLaren-Piloten. Pagenaud wurde von der Community daraufhin angefeindet, und auch Norris war über dessen Verhalten schockiert.

Denn der Brite schaute sich die Aufnahmen von Pagenaud noch einmal an. Als der sich kurz nach dem Unfall entschuldigte, er wollte nur in die Box fahren, sagte Norris: "So ein Lügner." Später legte er nach: "Das ist unglaublich. Was für ein Loser."

Bei einem Anruf zwischen den beiden habe sich Pagenaud entschuldigt und gemeint, er wollte nicht, dass Norris als IndyCar-Rookie gewinnt. Er habe ihn aber nur aufhalten, nicht aus dem Rennen nehmen wollen.

Mit Bildmaterial von Torque Esport.

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