Ski Alpin: Ski-Schuh-Causa: Liensberger hat sich "ungeschickt" verhalten

Für Österreichs Damen-Slalom-Ass Katharina Liensberger könnte beim Weltcup-Start in Sölden am 26. Oktober der Supergau drohen: die 22-Jährige könnte, trotz Gesundheit und körperlicher Fitness, nicht an den Start gehen. Der Grund? Sie hat keine Ski-Schuhe. Ein kurioser Grund in einer verfahrenen Causa.
Für Österreichs Damen-Slalom-Ass Katharina Liensberger könnte beim Weltcup-Start in Sölden am 26. Oktober der Supergau drohen: die 22-Jährige könnte, trotz Gesundheit und körperlicher Fitness, nicht an den Start gehen. Der Grund? Sie hat keine Ski-Schuhe. Ein kurioser Grund in einer verfahrenen Causa.

Für Österreichs Damen-Slalom-Ass Katharina Liensberger könnte beim Weltcup-Start in Sölden am 26. Oktober der Supergau drohen: die 22-Jährige könnte, trotz Gesundheit und körperlicher Fitness, nicht an den Start gehen. Der Grund? Sie hat keine Ski-Schuhe. Ein kurioser Grund in einer verfahrenen Causa.

Reinhold Zitz, Geschäftsführer des Austria Ski Pool, klärt im Gespräch mit dem Internetportal laola1.at auf: "Ihr Vorgehen ist ungeschickt. Die Frist für einen Materialwechsel ist am 15. August abgelaufen. Man muss sich dann schon auch mal einen Plan B und Plan C überlegen, aber da hat sie sich verrannt." Wo genau hat sich Liensberger verrannt?

Austria-Ski-Pool-Geschäftsführer Zitz: "So etwas habe ich in 30 Jahren noch nie erlebt"

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Eine vergleichbare Causa habe Zitz "in 30 Jahren noch nie erlebt": dabei wollte die Slalom-Weltcup-Siebente vor der Saison lediglich die Skimarke wechseln. Liensberger kehrte Rossignol den Rücken und sattelte auf Kästle um. Das Problem: Kästle produziert keine eigenen Ski-Schuhe, deswegen musste ein anderer Ausstatter gefunden werden. Bedingung dieses Ausstatters musste es aber sein, dem Austria Ski Pool anzugehören.

Im Trainingslager fetzte Liensberger mit Ski-Schuhen der Firma Lange herunter. Doch Lange gehört zum selben Konzern wie Rossignol, die sich querstellen und Liensberger nach deren Weggang nicht mehr ausrüsten wollen. Also steht die Technikerin vor der Saison ohne Ski-Schuhe da.

Wie geht es mit Katharina Liensberger im Weltcup weiter?

Zitz über Alternativen: "Rossignol würde sie zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nehmen, was enorm tolerant ist. Die könnten auch sagen, die haben genug und lassen sich das nicht mehr bieten." Der Austria Ski Pool würde eine Rückkehr zu Rossignol ermöglichen: "Wir haben über 300 Athleten im Austria Ski Pool, die wir ausstatten. Wir kämpfen dafür, dass wir die beste Ausrüstung für unsere Athleten bekommen. Aber das geht nur, wenn sich alle an die Regeln halten. Wenn da nur einer ausschert, dann kann das ein Präzedenzfall werden und dann bricht uns das System zusammen. Das wollen wir nicht."

Die Vorarlbergerin steht allerdings unter gehörigem Zeitdruck. Das Sölden-Weltcup-Wochenende rückt in großen Schritten näher, Liensberger konnte zudem an den letzten Trainingskursen nicht teilnehmen, Material-Tests konnte sie keine machen und hat damit schon einiges an Rückstand.

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