Nach Horrorsturz: Wann wacht Tande aus dem Koma auf?

SID
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Das ist die positive Nachricht: Einer der besten Skiflieger der Welt schwebt zumindest nicht in Lebensgefahr, wenngleich die Situation weiterhin ernst erscheint.

PLANICA, SLOVENIA - 2021/03/25: Medical staff provide assistance to Daniel Andre Tande of Norway after he crashes during the FIS Ski Jumping World Cup Flying Hill Individual competition in Planica. (Photo by Milos Vujinovic/SOPA Images/LightRocket via Getty Images)
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Der Norweger Daniel Andre Tande hat nach seinem Horror-Sturz beim Skiflug-Weltcup in Planica die erste Nacht im künstlichen Koma im Krankenhaus von Ljubljana gut überstanden, ist aber nach wie vor nicht bei Bewusstsein. 

"Daniel ist im Krankenhaus gut aufgehoben. Er ist gut durch die Nacht gekommen. Die Situation ist stabil, und wie geplant werden heute weitere Untersuchungen durchgeführt", hatte Guri Ekaas, die norwegische Mannschaftsärztin der Skispringer, zunächst am Freitag vor dem zweiten Skifliegen in Planica erklärt.

Skiflug: Geiger siegt nach Tande-Sturz

Tande sollte nach ersten Angaben von Norwegens Skisprungchef Clas Brede Braathen bis Freitagnachmittag im Koma bleiben, um den Stress fürs Gehirn zu reduzieren. Doch auch am Abend war der 27 Jahre alte Wintersportler noch immer nicht bei Bewusstsein.

Dem norwegischen Rundfunk sagte Braathen dann in einem späteren Statement, Tande soll voraussichtlich nun am frühen Samstagmorgen aus dem künstlichen Koma erweckt werden: "Dann werde ich bei ihm sein."

Tande: So erklärt Nationaltrainer Sturz

Alexander Stöckl hatte zuvor Hoffnung gemacht, dass Tande gar ohne bleibende gesundheitliche Schäden davon kommen könnte. "Die ersten Untersuchungen haben nichts Negatives ergeben. Sie haben einen Hirnscan gemacht und den Nacken gecheckt. Da gibt es nichts zu melden, das ist sehr positiv", sagte der Nationaltrainer der Skandinavier der dpa.

Tande hatte am Donnerstag im Probedurchgang vor dem ersten Einzel-Wettkampf am Donnerstag kurz nach dem Absprung die Kontrolle über seinen linken Ski verloren, war mit voller Wucht auf den Hang geprallt und daraufhin bewusstlos ins Universitätsklinikum der Hauptstadt Ljubljana geflogen worden.

Nach Horrorsturz: Tande musste reanimiert werden

Der Team-Olympiasieger, im Dezember noch Skiflug-Weltmeister mit der Mannschaft, erlitt einen Schlüsselbeinbruch und hatte per Intubation mechanisch beatmet werden müssen. Lebensgefahr soll aber nach wie vor nicht bestehen, hieß es. 

Stöckl nahm auch zur Sturz-Ursache Stellung: "Wir haben das Video analysiert. Es war sein eigener Fehler. Er war zu offensiv in der ersten Flugphase."

Tande sei schnell breit geworden mit den Skiern und hat sich "dann ein bisschen draufgelehnt auf die Luft. Dann hat er den Kontakt zu den Ski verloren. Man kann da eigentlich nichts finden, außer eigenes Verschulden." Eigentlich habe Tande "ganz gute Bedingungen gehabt."

Auch Karl Geiger geschockt wegen Tande

Die Skispringer-Community zeigte sich jedenfalls nach wie vor geschockt: "Es gibt wichtigere Sachen als ein Podest, manchmal kann man froh sein, wenn man auf beiden Füßen landet", sagte Karl Geiger am Rande des zweiten Wettkampfs auf der Riesenschanze.

Irritierend: Der deutsche Sieger hatte bei seinem Coup selbst einen Schreckmoment zu überstehen, weil bei einem Schuh die Plastikschnalle gerissen war. "Ich war echt ein bisschen nervös, weil mir oben ein Material-Missgeschick passiert ist", erzählte Geiger im ZDF: "Aber ich konnte es gut improvisieren." Ausgestattet mit einem Metallring eines Autoschlüssels von einem Kontrolleur war der Improvisator nicht zu schlagen.

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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