Skisprung-Desaster: Pointner klagt an

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Skisprung-Desaster: Pointner klagt an
Skisprung-Desaster: Pointner klagt an

Angesichts des sich anbahnenden erneuten Desasters von Co-Gastgeber Österreich bei der Vierschanzentournee hat der frühere Meistertrainer Alexander Pointner herbe Kritik an der sportlichen Führung der ÖSV-Skispringer geübt. Es sei „Wunschdenken des Trainerteams, dass sich ein Problem von selbst löst, für das man kein wirkungsvolles Konzept hat“, schrieb der erfolgreichste Skisprung-Trainer der Geschichte in der Tiroler Tageszeitung.

"Seit Jahren kämpft das ÖSV-Team mit einer eklatanten Wettkampfschwäche", so Pointner: "Vor allem wenn es schwierig wird - bei Rückenwind, Regen, stoppender Spur oder zunehmenden Erwartungsdruck - versagen die Nerven." Einzig positiv: "Zumindest das Schönreden hat zum Großteil aufgehört."

Vor dem dritten Springen der laufenden Vierschanzentournee am Dienstag in Innsbruck lag Jan Hörl als bester Austria-Adler auf Platz neun des Gesamtklassements, die Hoffnungen auf den ersten Tourneesieg seit Stefan Kraft im Winter 2014/15 waren erneut früh geplatzt. Auch unter dem aktuellen Trainer Andreas Widhölzl hat die einstigen Schanzengroßmacht nicht die Rückkehr zu einstiger Stärke geschafft.

Weltmeister Kraft war in Garmisch-Partenkirchen in der Qualifikation gescheitert und hatte damit für einen neuerlichen Tiefpunkt gesorgt. Seit Krafts Erfolg 2016 in Oberstdorf sind die Österreicher bis Innsbruck in 21 Tourneespringen in Serie sieglos geblieben. Von 2008/09 bis 2014/15 hatten Österreicher die Tournee sieben Mal in Folge gewonnen, nur beim letzten Sieg war der heute 50 Jahre alte Pointner nicht als Chefcoach dabei.


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