Slalom-Ass Straßer dachte ans Aufhören

SID
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Deutschlands neues Slalom-Ass Linus Straßer war vor einiger Zeit drauf und dran, seine Karriere zu beenden. Nach der enttäuschenden Saison 2017/18 habe er sich "geschworen, wenn ich es nicht schaffe, das zu ändern, diesen Mut und diesen Willen nicht aufbringe, den Schweinehund nicht überwinden kann, dann lasse ich es sein", sagte Straßer dem Münchner Merkur/tz: "Ich hätte kein Problem damit gehabt, die Ski an den Nagel zu hängen."

Die Wende kam damals auch mit dem neuen Techniktrainer Bernd Brunner, der dem Münchner zu einem neuen Fahrstil geraten habe. "Jetzt bin ich wesentlich stabiler und auch konstanter, aber trotzdem ist der Speed mindestens genauso hoch", sagte Straßer, der nach seinem Sieg in Zagreb am vergangenen Wochenende Zweiter in Adelboden wurde.

Ein weiterer Schlüssel für seinen Aufstieg sieht der 28-Jährige in der mentalen Arbeit. "Das ist sehr, sehr viel Kopfsache", sagte er: "Ich hatte mir da schon Hilfe geholt, aber es war nicht so, dass mir der Psychologe eine Zauberformel gab, sondern es ging darum, viel über die Situation zu reden und viel zu reflektieren." Letztlich halfen ihm die "Denkanstöße", seinen eigenen Weg zu finden - bis an die Spitze.