So hat Antonio Giovinazzi seine Formel-1-Karriere bei Alfa Romeo gerettet

André Wiegold

Es war kein einfaches erstes Vollzeit-Jahr für Antonio Giovinazzi in der Formel 1 bei Alfa Romeo. Der 26-jährige Italiener aus Martina Franca wurde regelmäßig von seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen geschlagen und schaffte es erst spät in der Saison, zu punkten. Seine Einstellung hat letztlich aber Alfa-Romeo-Teamchef Frederic Vasseur überzeugt.

In Spa-Francorchamps war Giovinazzi auf dem Weg, in die Punkte zu fahren, doch dann erwischte es den Italiener in der vorletzten Runde. Es kam zum Crash und der Traum von einem Top-10-Ergebnis platzte. Der sichtlich niedergeschlagene Giovinazzi musste dann vom Team erst einmal wieder aufgebaut werden.

In Italien schlug der 26-Jährige dann vor seinem Heimpublikum zurück, um endlich in die Punkte zu fahren. Er beendete das Rennen auf Platz neun und überzeugte so auch seinen Teamchef von seinen Qualitäten. In der zweiten Saisonhälfte folgten weitere Ergebnisse in den Punkterängen.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Vasseur sagt gegenüber 'Motorsport-Total.com': "Antonio hat aus dem Nichts zurückgeschlagen und in einem Rennen hat er in den letzten Runden einen Crash. Wir hatten mit ihm eine schwierige Diskussion, denn so etwas kann eine Formel-1-Karriere entscheiden. Wir haben dabei an die Zukunft gedacht. Er hat aber eine sehr gute Reaktion gezeigt."

Gerade bei seinem Heimrennen so eine starke Leistung abzuliefern, war für Vasseur ein entscheidender Punkt, weiter auf den Italiener zu setzen: "Es stand mächtig unter Druck, es waren viele Gäste da und es war Alfa Romeos Heimrennen. Auch in der Pressekonferenz musste er viele Fragen über Spa beantworten", erklärt Vasseur. "In Monza und Singapur hat er einen guten Job gemacht."

Während Alfa Romeo Monza als Wendepunkt ansieht, hält Giovinazzi selbst schon das Spa-Rennen für den wichtigen Meilenstein: "Nach der Sommerpause wusste ich, dass ich meine Renn-Pace verbessern musste. In Spa habe ich einen großen Schritt vorwärts gemacht, genauso wie in Monza. Meine Motivation ist dabei immer größer geworden. In der zweiten Saisonhälfte war ich mit meiner Leistung ganz zufrieden."

In der Gesamtwertung reichte es für den Italiener letztlich für Platz 17 mit 14 Punkten. Sein Teamkollege Räikkönen holte in der Saison 2019 insgesamt 43 Punkte, weshalb der Finne auf Rang zwölf gewertet wurde. In der Teamwertung wurde Alfa Romeo vor Williams und Haas Achter.

Mit Bildmaterial von LAT.

Lesen Sie auch