So kriegt ihr eure Dachgeschosswohnung im Sommer kühl

Jennifer CaprarellaFreie Autorin

Es ist so heiß! Wir haben wieder mal einen von diesen häufigen Jahrhundertsommern, und bei teilweise bis zu 40 Grad leiden gerade die meisten ein wenig unter den tropischen Temperaturen. Dieser Tage senden wir alle andächtig kühle Gedanken an diejenigen, die in einer Dachgeschosswohnung leben, denn die werden im Sommer oft zur Sauna. Doch es gibt Abhilfe - mit ein paar coolen Tipps.

Dachgeschosswohnungen heizen sich im Sommer oft besonders stark auf (Bild: Getty IMages)
Dachgeschosswohnungen heizen sich im Sommer oft besonders stark auf (Bild: Getty IMages)

Auf Luft und Licht achten

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Wie heißt es immer so schön? Am besten lässt man die Wohnung gar nicht erst heiß werden. Im Dachgeschoss leichter gesagt als getan, doch gelten hier die gleichen Regeln wie in anderen Wohnungen auch: Lüften nur morgens und abends, wenn die Temperaturen in der Regel noch erträglich sind, und tagsüber die Fenster geschlossen halten, um keine heiße Luft nach innen gelangen zu lassen. Falls möglich, sollte die Wohnung tagsüber mithilfe von Rollos oder Jalousien abgedunkelt werden, denn gerade schräge Dachfenster lassen die erhitzenden Sonnenstrahlen gnadenlos in die Wohnung dringen.

Wundertricks gegen Hitze: Nur heiße Luft oder hilft’s wirklich?

Dein bester Freund: Die Verdunstungskälte

Doch was, wenn das alles nichts mehr bringt und die tropischen Nächte keinerlei Abkühlung bringen? Wer keine Klimaanlage hat, stellt nun gerne einen Ventilator auf. Hat ein Raum sich erst ordentlich erhitzt - und Dachgeschosswohnungen bringen es schon mal auf über 30 Grad - nützen die zumindest ohne Nachhilfe jedoch nichts mehr, denn sie kühlen die Luft nicht, sondern blasen sie nur durch den Raum.

Ventilator an bei Nacht? Keine gute Idee!

Nasser Stoff kühlt uns, unsere Wohnung und sogar unsere Haustiere (Bild: Getty Images)
Nasser Stoff kühlt uns, unsere Wohnung und sogar unsere Haustiere (Bild: Getty Images)

Besser fährst du, indem du die Wohnung mit der sogenannten Verdunstungskälte auf eine niedrigere Temperatur bringst. Dafür kannst du zum Beispiel nasse Handtücher vor das Fenster - oder eben den Ventilator - hängen, Schalen mit kaltem Wasser aufstellen oder in ganz harten Fällen die Badewanne volllaufen lassen. Wenn du weniger den Raum abkühlen möchtest als dich selbst, kannst du Socken anziehen und befeuchten oder dich mit einer Sprühflasche immer wieder mit Wasser einnebeln. Ein feuchtes Tuch kann auch hitzegeplagten Haustieren gut tun.

Wärmequellen eliminieren

Auch im Standby-Modus verbrauchen elektrische Geräte Strom und produzieren reichlich Wärme. Laptop und Fernseher also immer ganz ausschalten und nicht benutzte Ladegeräte abstecken. Und sollte die Versuchung, sich minutenlang vor dem geöffneten Kühlschrank abzukühlen, noch so groß sein: Der Motor läuft dadurch auf Hochtouren und gibt wiederum Wärme an den Raum ab.

Auch Möbel und andere Gegenstände können Wärme speichern und diese später an den Raum abgeben, besonders solche aus Metall oder Stein. Überhaupt lohnt sich ein kleines Entrümpeln der Wohnung, denn große Flächen und weniger vollgestopfte Räume geben uns zumindest psychologisch eine Illusion von frischerer, kühlerer Luft.

Mach dir kühle Nächte

So schwer es vielen fällt: Bitte nicht vor dem Schlafengehen kalt abduschen. Das bietet zwar für wenige Sekunden Erfrischung, doch danach gibt der Körper durch den Kontakt mit der Kälte weniger Wärme nach außen ab, und wir beginnen zu schwitzen. Besser hilft - solange der Kreislauf es mitmacht - tatsächlich ein warmes Bad. Um sich danach in angenehm kühlen Laken ausstrecken zu können, am besten welche aus Materialien wie Jersey und Baumwoll-Satin wählen - und die Bettwäsche in den Stunden zuvor für einen Extra-Frischekick in den Kühlschrank legen!

Video: Wie ihr die Hitze auch außerhalb der Wohnung übersteht

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