So sieht das Innere eines Känguru-Beutels aus

Johannes GieslerFreier Autor
Yahoo Nachrichten Deutschland

Die Mitarbeiterin einer amerikanischen Tierauffangstation hat ein Video veröffentlicht, das derzeit viral geht. Es zeigt, wie eine Känguru-Dame ein Jungtier in seinem Beutel trägt. Wie es dabei im Inneren des Beutels aussieht, passt so gar nicht mit den Zeichentrick-Erwartungen vieler Menschen zusammen.

Känguru-Babys bleiben bis zu acht Monate im Beutel ihrer Mutter. Es kann bis zu einem halben Jahr dauern, bis sie das erste Mal den Kopf hinausstrecken. Foto: Symbolbild / gettyimages / Jennifer A Smith
Känguru-Babys bleiben bis zu acht Monate im Beutel ihrer Mutter. Es kann bis zu einem halben Jahr dauern, bis sie das erste Mal den Kopf hinausstrecken. Foto: Symbolbild / gettyimages / Jennifer A Smith

Kuschelig, flauschig, pelzig: So stellt man sich das Innere eines Känguru-Beutels vor. Immerhin verbringt der Känguru-Nachwuchs dort noch viele Monate nach der Geburt. Das liegt daran, dass ein Känguru-Baby noch winzig ist, wenn es auf die Welt kommt. Denn eigentlich hat es noch lange nicht die Geburtsreife erreicht. Es klettert deshalb, blind und unbehaart, durch das Fell der Mutter und sucht intuitiv nach dem Beutel. Darin verschwindet es und entwickelt sich, der Beutel hat vier Zitzen zum Säugen, fertig.

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Von TikTok auf alle anderen Plattformen

Dabei ist der Beutel kein plüschiger Ort. Nein, die Natur sieht ganz anders aus. Das zeigt jetzt ein Video, das seit einigen Tagen auf mehreren sozialen Netzwerken viral geht.

Die Nutzerin, die das Video zuerst auf TikTok veröffentlicht hat, heißt Alexandra Kalin. Sie nennt sich dort „azoolife“ und hat als Selbstbeschreibung auf ihrem Profil nur einen Satz stehen: „Just a girl who loves her animals“ („nur ein Mädchen, das ihre Tiere liebt“). Sie arbeitet in einer gemeinnützigen Auffangstation für Tiere in Boynton Beach, im US-Bundesstaat Florida.

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Die Reaktionen reichen von überrascht bis angeekelt

Ihr Video wurde allein auf TikTok knapp 40 Millionen Mal angesehen. Es zeigt einen Mitarbeiter der Auffangstation, wie er „Känguru Kalin“ untersucht und dabei auch kurz ihren Bauchbeutel öffnet, um das Baby darin zu zeigen. Die Auffangstation selbst hat das Video auch auf der eigenen Facebook-Seite veröffentlicht.

Der Beutel erinnert dabei eher an das Körperinnere als an eine Kuscheldecke. Entsprechend klingen auch viele Kommentare in den sozialen Netzwerken, sie reichen von überrascht bis angeekelt. Etwa auf Twitter: „Ich habe gerade gesehen, wie ein Känguru-Beutel von Innen aussieht und das wird mich auf ewig verfolgen.“ Oder: „Ich dachte, Kängurus hätten einen Beutel und kein klaffendes Loch in ihrem Fleisch.“ Und: „Es sollte mit Fell ausgelegt sein, so wie es mir Zeichentrickserien beigebracht haben.“

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Die Tiere sind nach der Geburt winzig

Auf der Facebook-Seite der Auffangstation finden sich viele Videos, die die Entwicklung des Känguru-Babys von Beginn an dokumentieren. Als es noch kaum größer als ein menschlicher Finger war.


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