So verläuft Eintrachts wilder Transfersommer

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So verläuft Eintrachts wilder Transfersommer
So verläuft Eintrachts wilder Transfersommer

Makoto Hasebe geht mit bald 38 Jahren im Gepäck in seine achte Saison bei Eintracht Frankfurt. Der Japaner muss sich aktuell wahrlich alt vorkommen, schließlich könnte er beinahe von der Hälfte der auf dem Trainingsplatz stehenden Spieler der Vater sein.

Die Neuzugänge Ali Akman (19 Jahre), Fabio Blanco (17), Enrique Herrero Garcia, Nacho Ferri oder Luka Hyryläinen (allesamt 16) stehen noch ganz am Anfang ihrer Profikarriere und schauen genau hin, wenn Hasebe Kommandos gibt.

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Die Eintracht wird wieder jünger und talentierter

Auch wenn der eine oder andere Akteur aktuell bei den Profis nur dabei ist, weil sich noch Schlüsselspieler wie Martin Hinteregger, Kevin Trapp oder Djibril Sow im EM-Urlaub befinden oder Neuzugang Rafael Borré noch nicht da ist, so lässt sich die Handschrift des neuen Direktors Profifußball, Ben Manga, erkennen: hungrig, jung, talentiert und wild, statt erfahren und routiniert.

Wieder mehr Evan N’Dicka, Luka Jovic oder Daichi Kamada wagen und weniger fertige Akteure holen.

Diese Linie zeigen auch die heißesten Gerüchte rund um den Klub. Die Eintracht hat Jens Petter Hauge (21) vom AC Mailand im Blick, nach SPORT1-Informationen steht der Klub zudem in intensiven Verhandlungen mit Jesper Lindström (21). Bröndby IF hat bereits eine Börsenmitteilung mit dem Abgang des offensiven Mittelfeldspielers herausgegeben. Nach SPORT1-Informationen soll zeitnah ein neuer Akteur dazustoßen.

Akman, Blanco, Garcia: Wie geht es weiter mit den Talenten?

Es sind diese Art von Transfers, die Manga am liebsten tätigt. So sagte er bei der Vorstellung von Talent Garcia, der aus der Jugend von Villarreal kam: "Wir werden ihn nicht verheizen und einen Schritt nach dem anderen gehen." Diese Schritte könnten, wie auch bei Hyryläinen und Ferri, noch in der U17 oder U19 vollzogen werden.

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Bei Akman könnte eine Leihe fruchten. Der aus der zweiten türkischen Liga gekommene Angreifer sagte auf Nachfrage von SPORT1: "Ich werde diese Punkte mit dem Klub besprechen. Ich weiß, dass es schwer für mich wird und sehe das sehr realistisch. Wenn man mich für ein Jahr ausleiht, dann sammle ich dort Spielpraxis und kann mich weiterentwickeln." (Bericht: Warum die Personalie Kostic so knifflig ist).

Blanco hingegen ist nicht gekommen, um sich verleihen zu lassen. Der Flügelspieler will sofort in Frankfurt durchstarten und sich in der Bundesliga beweisen. Der Deal ist auch genau darauf ausgelegt.

Wiedereinführung einer U23 derzeit nicht realistisch

Die Eintracht agiert trotz fehlender U23 mutig auf dem Transfermarkt. Eine Wiedereinführung der 2015 abgemeldeten zweiten Mannschaft ist aus diversen Gründen (Verwaltung, Finanzen) aktuell nicht realistisch. Also müssen andere Lösungen her: Spieler wieder in der ersten Mannschaft selbst entwickeln, im Jugendbereich fördern oder verleihen und auf einen Sprung nach vorne hoffen bei einem anderen Klub hoffen.

Daichi Kamada und Tuta etwa tat dieser Schritt sehr gut, bei Rodrigo Zalazar und Dejan Joveljic hofft die Eintracht auf einen ähnlichen Schub. (Alles Wichtige zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker).

Fest steht nur: Eine Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 29,6 Jahren, wie es sie zu Beginn der Saison 2020/21 unter Ex-Coach Adi Hütter häufig gab, soll der Vergangenheit angehören. Nachfolger Oliver Glasner bekommt ein junges, frisches Team zur Verfügung gestellt. Mehr Tempo und Tiefe, aber möglicherweise auch hier und da der eine oder andere naive Fehler.

Talent statt Routine: Eintrachts Weg zurück zum Ausbildungsverein

Es ist ein Weg, der nicht nur mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Corona-Zeiten zusammenhängt. Vielmehr zeigt die Eintracht, dass sie Manga und seinem Scouting-Team wieder mehr Vertrauen schenkt. Zuletzt hatte Frankfurt den Pfad des gehobenen Ausbildungsvereins Stück für Stück verlassen, Hütter setzte auf Erfahrung.

Nun kehrt die Eintracht wieder zu ihrem Erfolgsmodell, dass ihnen bei Sébastien Haller und Luka Jovic über 100 Millionen Euro Transfererlöse bescherte, zurück.

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