So verrückt lief das RB-Training in der Coronakrise

Patrick Berger
Sport1

Als einer der wenigen Bundesliga-Klubs hat RB Leipzig in der Coronakrise den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Und es muss ziemlich seltsam ausgesehen haben, was sich da am Freitag auf dem Trainingszentrum am Cottaweg abspielte.

"Es war weit von einem klassischen Teamtraining entfernt", sagte Sportdirektor Markus Krösche im Gespräch mit SPORT1.

Chefcoach Julian Nagelsmann trommelte die Mannschaft nach einer knapp einwöchigen Pause, in der sich die Spieler individuell fithielten, zusammen. Im Zeitfenster von 10.30 und 14 Uhr trainierte die Bundesliga-Mannschaft in mehreren Gruppen auf drei Trainingsplätze verteilt.

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RB trainiert in Coronakrise wieder

Wichtig: Jeder Spieler musste alleine zum Trainingsgelände reisen. Auf Körperkontakt jeglicher Art wurde verzichtet. Die Spieler zogen sich auch nicht in der Umkleidekabine um, sondern auf ihren separaten Tageszimmern im Leistungszentrum. Dort duschten sie anschließend auch. Nach der Einheit wurde ihnen das Mittagessen vor die Zimmertüren gestellt. "Wir können uns glücklich schätzen, dass wir so eine tolle Infrastruktur haben", sagte Krösche.

Der 39-Jährige weiter: "Es ging darum, dass die Jungs endlich wieder das machen, was ihnen am liebsten ist: Fußball spielen und den Ball am Fuß spüren. Sie haben Torschuss-, Pass- und Dribbling-Training gemacht." Man müsse das beste aus der schwierigen Situation machen.

Diese Form des Trainings – sofern es politisch erlaubt bleibt - wird bei RB vorerst beibehalten. Auch am Samstag und Sonntag wird beim Sachsen-Klub auf diese Weise geübt.

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Krösche wünscht sich wieder Fußball

Coach Nagelsmann konnte auf alle Profis zurückgreifen. Der verletzte RB-Kapitän Willi Orban (Knie) spulte ein individuelles Reha-Programm ab.

Krösche: "Keiner kann seriös sagen, wann wir wieder Fußball spielen können. Ich wünsche mir, dass es bald wieder passiert. Die Leute wollen Fußball sehen und ein wenig Abwechslung in diesen Zeiten haben."

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