Auf so viel Gehalt verzichten die Bayern-Stars

Jonas Nohe, Patrick Berger, dpa
Sport1

Die Solidaritätswelle in Zeiten der Coronakrise zieht auch in der Bundesliga immer weitere Kreise.

Nachdem SPORT1 bereits am Montag berichtet hatte, dass die Spieler des FC Schalke 04 dem Verein auf Initiative von Kapitän Omar Mascarell einen Gehaltsverzicht vorgeschlagen haben, hat nun auch der FC Bayern ein Zeichen gesetzt.

Sowohl Spieler als auch Verantwortliche der Münchner verzichten in der Coronakrise auf 20 Prozent ihrer Gehälter, nach dpa-Informationen ist das ein Ergebnis aus Gesprächen zwischen der Führung und dem Mannschaftsrat.

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Damit soll in der schwierigen Zeit ein Zeichen der Solidarität gesetzt werden. Außerdem sollen drohende Nachteile für die Mitarbeiter des deutschen Rekordmeisters vermieden werden. Zuerst hatte die Bild darüber berichtet.

Zur Einordnung: Die Gehaltsspanne bei den Münchnern reicht von rund 20 Millionen Euro pro Jahr für Topverdiener wie Robert Lewandowski bis zu einem Bereich von ein bis zwei Millionen Euro bei Youngstern wie Alphonso Davies.

Auch Vorstand und Aufsichtsrat verzichten auf Geld

Für das Geschäftsjahr 2018/19 wiesen die Bayern Gehälter in Höhe von insgesamt rund 336 Millionen Euro aus, diese umfassen allerdings alle Mitarbeiterkosten vom Busfahrer bis hin zu den Stars auf dem Rasen.

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Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandskollege Oliver Kahn und Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatten mit dem Mannschaftsrat über verschiedene Szenarien gesprochen.

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Diesem Spieler-Gremium gehören Kapitän Manuel Neuer, seine Vertreter Thomas Müller und Robert Lewandowski sowie David Alaba, Joshua Kimmich und Thiago an. Alle Spieler, der gesamte Vorstand und der komplette Aufsichtsrat verzichten auf ein Fünftel der Bezüge.

Schalke-Stars planen ebenfalls Gehaltsverzicht

Auf Schalke wollen die Profis sogar auf bis zu 30 Prozent ihrer Bezüge verzichten. Die Spieler seien sich der schwierigen Lage der Königsblauen bewusst und wollten dem Verein helfen, ist aus Teamkreisen zu hören.

"Es geht wie bei vielen anderen Klubs auch um die Existenz", erklärte Schalkes Sportchef Jochen Schneider die aktuelle Situation: "Wir spielen Fußball, das ist unser Geschäft. Wenn wir das nicht tun können, dann haben wir keine Einnahmen. Und wenn ein Unternehmen keine Einnahmen hat, dann ist das schlecht."

Auch beim Schalker Revierrivalen Borussia Dortmund stehen Gespräche über einen möglichen Gehaltsverzicht an.

"Wir werden das Thema natürlich in Ruhe mit der Mannschaft besprechen. Die Zeit dazu haben wir momentan ja leider", sagte Sportdirektor Michael Zorc im Gespräch mit SPORT1: "Gehen Sie aber davon aus, dass wir beim BVB alle solidarisch sind, was das angeht."

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