Social Media: Formel 1 bald beliebter als MotoGP?

Norman Fischer

Noch vor wenigen Jahren war an einen guten Social-Media-Auftritt der Formel 1 nicht zu denken, 2020 könnte die Königsklasse jedoch die MotoGP auf den drei großen Plattformen Facebook, Twitter und Instagram überholen und so die beliebteste Rennserie der Welt werden - zumindest nach den Follower-Zahlen in der virtuellen Welt.

Knapp 22 Millionen Follower vereint die Formel 1 auf den drei Plattformen und heftet sich damit an die Fersen der Motorrad-Meisterschaft, die auf knapp 25 Millionen Fans kommt. Allerdings ist der Follower-Zuwachs in der jüngeren Vergangenheit bei der Formel 1 deutlich steiler gewesen, wie 'motorsportbroadcasting.com' bemerkt hat: Fünf Millionen kamen bei ihr 2019 hinzu, bei der MotoGP waren es "nur" zweieinhalb Millionen.

Das ist aber wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass soziale Netzwerke und Fan-Interaktion unter der Regie von Bernie Ecclestone praktisch nicht stattgefunden haben. Erst mit der Ankunft von Liberty Media hat sich die Königsklasse den digitalen Medien geöffnet.

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Wenig verwunderlich ist auch der starke Anstieg der Formel E um knapp 50 Prozent im vergangenen Jahr. Trotzdem hinkt die Elektroserie noch ein ganzes Stück hinterher: Aktuell vereint man gut 2,5 Millionen Follower auf den drei Plattformen - ein Zehntel der MotoGP, aber mehr als etwa die Superbike-WM oder die IndyCar-Serie.

Bei den Formel-1-Teams liegen die drei Topteams vorne. Mercedes liegt mit knapp 18 Millionen Fans auf Rang eins, gefolgt von Red Bull (16,5) und Ferrari. Die Roten sind mit elf Millionen Fans schon deutlich dahinter. Das liegt aber vor allem an Facebook, wo man mit 4,4 Millionen Followern deutlich hinter den beiden Rivalen liegt und nicht einmal halb so viele Fans hat.

Auf Instagram liegt man jedoch vor Mercedes und Red Bull - aber hinter einem anderen Team. Dort hat McLaren mit fünf Millionen Followern die meisten, was durchaus mit Lando Norris und Carlos Sainz zu tun haben könnte. Denn innerhalb eines Jahres hat man seine Fans dort nahezu verdoppelt.

Am Ende der Liste: Racing Point, Alfa Romeo und Haas.

Bei den Fahrern kann es nur einen König geben: Lewis Hamilton hat mit knapp 24 Millionen Fans keine Gegner. Daniel Ricciardo auf Rang zwei bringt es gerade einmal auf fünfeinhalb Millionen, gefolgt von Max Verstappen.

Die größten Zuwachszahlen generierten neben Hamilton die Shooting-Stars Charles Leclerc, der schon Fünfter der Rangliste ist, und Lando Norris. Die letzten drei Plätze belegen Antonio Giovinazzi, Lance Stroll und Sebastian Vettel. Das ist aber kein Wunder: Der Deutsche ist nämlich auf keiner einzigen Plattform vertreten.

Mit Bildmaterial von LAT.

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