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Warum sogar Djokovic den neuen Zverev fürchten muss

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Warum sogar Djokovic den neuen Zverev fürchten muss
Warum sogar Djokovic den neuen Zverev fürchten muss

Für eine große Feier nach dem nächsten Triumph hatte Alexander Zverev keine Zeit.

Und das, obwohl das Finale gegen den Russen Andrey Rublev (6:2, 6:3) mit 59 Minuten Spieldauer das schnellste Herren-Finale in der Geschichte des Turniers war.

“Ich fliege morgen früh schon nach New York. Also wird es wohl ein Dinner und ein Kartenspiel werden”, verkündete er nach seinem Sieg beim Masters in Cincinnati im Interview beim Tennis Channel.

In Agassi-Fußstapfen: Zverev schafft historischen Erfolg

Als erster Spieler seit Andre Agassi im Jahr 1996 stemmte Zverev nach dem Sieg bei Olympia auch direkt den Pokal in Cincinnati in die Höhe.

Tennis-Weltmeister ist der 24-Jährige ebenso bereits geworden wie Olympiasieger. Und mit dem Turniersieg in Cincinnati ist Zverev sogar mit Tennis-Ikone Boris Becker gleichgezogen bei der Anzahl der Masters-Titel. Fünf Triumphe sind es bereits.

Und eines ist klar - Zverev ist noch lange nicht am Ende seiner Mission. Er will nun auch den ganz großen Wurf bei den in einer Woche startenden US Open schaffen.

“Ich will diese Form bis zu den US Open halten und sogar noch besser dort spielen”, drohte Zverev der Konkurrenz.

Zverev mit elf Siegen in Serie

Dabei wirkt Zverev bereits momentan unschlagbar!

Satte elf Matches hat er nun in Serie gewonnen. Seine letzte Niederlage stammt von Anfang Juli aus dem Achtelfinale in Wimbledon gegen den Kanadier Felix Auger-Aliassime.

Seitdem hat der Hamburger einen Hebel umgelegt. Der Aufschlag, lange Zeit immer wieder die Achillesferse im Spiel, wackelt seltener und beschert ihm viele freie Punkte.

Auch die Returns sind noch besser geworden, was vor allem im Finale gegen Rublev deutlich wurde.

Zverev: Aggressiv, nervenstark, kämpferisch

Vor allem aber auch in engen Situationen behält er nun die Nerven - ungeachtet von kurzen Wut-Ausbrüchen.

Im Halbfinale von Cincinnati lag er gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas im 3. Satz bereits mit 1:4 und zwei Breaks zurück. Von Magenproblemen geplagt kämpfte sich Zverev jedoch zurück und gewann mit 6:4, 3:6, 7:6.

Der Rechtshänder versprüht aktuell die Aura eines Champions, der auch bei großem Rückstand noch lange nicht geschlagen ist.

Zverev deutlich aggressiver als früher

Ein großer und wichtiger Unterschied zudem: Zverev wartet in den Ballwechseln nicht mehr weit hinter der Grundlinie ab und lauert auf Konter. Er will das Spiel diktieren und attackiert.

Das war vor allem beim Halbfinal-Coup gegen Novak Djokovic bei Olympia zu sehen, als Zverev unglaubliche 42 Winner schlug.

Ohnehin ist der Deutsche die wohl größte verbliebene Gefahr für Djokovic, zumal Daniil Medvedev sich im Halbfinale in Cincinnati leicht verletzte und Tsitsipas zumindest in einem Finale wohl die nötige Nervenstärke fehlen würde.

Der Serbe kann derweil mit einem Titel bei den US Open den Grand Slam schaffen und die Australian Open, French Open, Wimbledon und die US Open innerhalb eines Jahres gewinnen.

Stoppt Zverev die Mission von Djokovic?

Aufgrund der Verletzungen von den Rekord-Grand-Slam-Siegern Roger Federer (Knie-Operation) und vor allem Rafael Nadal (Fuß) stehen Zverev nun die Türen weit offen.

Denn während Federer zuletzt 2008 in New York triumphierte, hat Nadal die US Open in den vergangenen acht Jahren dreimal gewonnen - und damit sogar häufiger als Hartplatz-Gigant Djokovic.

Die Unterstützung der zahlreichen Fans von Federer und Nadal dürfte Olympiasieger Zverev jedenfalls sicher haben. Denn siegt Djokovic in New York, zieht dieser mit seinem 21. Titel bei Grand Slams an ihnen vorbei.

Hinzu kommt: Das unglaubliche Kunststück eines Grand Slams, was bei den Herren bisher nur Tennis-Legende Rod Laver in der Open Era gelang, wäre ein gewichtiges Argument für Djokovic in der GOAT-Debatte.

Zverev mit Horror-Bilanz bei Grand Slams

Die Frage ist nur, ob Zverev auch auf der großen Grand-Slam-Bühne Dominator Djokovic stoppen und anders als 2020 auch den finalen Schritt gehen kann? Damals verlor er im Finale gegen Dominic Thiem.

Bei Grand Slams weist der deutsche Tennisstar aktuell zumindest noch eine absolute Horror-Bilanz von 0:10 gegen Spieler aus den Top 10 auf.

“Novak ist der größte Favorit. Daniil Medvedev, Andrey Rublev und Stefanos Tsitsipas sind auch sehr stark in Form. Die sind gefährlich”, hielt sich Zverev wohl auch deshalb mit einer großen Titel-Ansage zurück.

Sollte es doch mit dem Titel klappen, würde er der Feier danach aber sicher mehr Zeit einräumen als noch in Cincinnati.

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