Sotschi wirbt für "mehrere Rennen" 2020 in Russland

Stefan Ehlen
motorsport.com

Zweimal Spielberg, zweimal Silverstone - und auch zweimal Sotschi? Die Promoter des Russland-Rennens der Formel 1, Rosgonki, können sich das offenbar gut vorstellen.

Auf Nachfrage von 'Motorsport.com' sagte ein Sprecher: "Wir arbeiten gerade mit unseren Kollegen aus der Formel 1 an diversen Optionen für den Russland-Grand-Prix." Es gehe in diesen Gesprächen einerseits um das Wochenendformat, "aber auch um die Frage, wie viele Rennen gefahren werden", so der Rosgonki-Vertreter.

Sotschi signalisiert grundsätzlich Bereitschaft, der Formel 1 in der Coronakrise zu helfen, möglichst viele Grands Prix zu realisieren. "Wir schließen [deshalb] nicht aus, zwei Rennen abzuhalten, sollte das notwendig werden", erklärt der Sprecher.

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Formel 1 plant erst einmal nur bis September

Warum man in Russland davon überzeugt ist, dass gerade dieser Standort prädestiniert für mehrere Formel-1-Auftritte sei? Der Sprecher meint: "Sotschi hat eine exzellente, moderne Infrastruktur, die von unseren Partnern geschätzt wird. Und wir wären sicherlich bereit für mehrere Rennwochenenden."

Formel 1 in Sotschi: Ob dieses Jahr in Russland gefahren wird, ist noch offen

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Formel 1 in Sotschi: Ob dieses Jahr in Russland gefahren wird, ist noch offen LAT

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Fest steht derzeit allerdings: Über den Italien-Grand-Prix in Monza am 6. September hinaus steht noch gar nichts fest. Die Formel 1 hat ihren Rennkalender für die Saison 2020 erst einmal bei acht Veranstaltungen belassen, nur mit Austragungsorten in Europa.

Wie 'auto motor und sport' berichtet, hat das wohl auch einen guten Grund: Man will in Ruhe abwarten, wie sich die Coronakrise außerhalb von Europa entwickelt, um dann zu sehen, welche Überseerennen sich realisieren lassen.

Was für Sotschi spricht

Im Raum stehen mögliche Ersatzrennen in Hockenheim, auch Imola und Mugello scheinen Kandidaten auf zusätzliche Europa-Grands-Prix zu sein.

Was indes für Sotschi spricht, ist die Lage der Schwarzmeer-Metropole: die Lage der Rennstrecke, in unmittelbarer Nähe zum Flughafen. So wäre es dort vergleichsweise ein Leichtes, die An- und Abreise der Formel-1-Beteiligten zu bewerkstelligen, oder mögliche Isolierungen von Coronavirus-Infizierten.

Mit Bildmaterial von Sochi Autodrom.

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