"Einfach nur dumm!" Eintracht sauer auf sich - und den Schiri

SPORT1, Sportinformationsdienst, Martin Quast
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Eintracht Frankfurt muss in der Europa League einen bitteren Rückschlag hinnehmen

Bei Standard Lüttich unterlag die SGE mit 1:2 (0:0). (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)


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Frankfurt, für das fünf Tage nach der 5:1-Gala in der Bundesliga gegen den deutschen Meister Bayern München der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich durch Filip Kostic (65.) zu wenig war, steht auf der Zielgeraden der Gruppenphase unter Druck. Für Lüttich hatte Zinho Vanheusden die zwischenzeitliche Führung erzielt (56.). (SERVICE: Spielplan Europa League)

Frankfurt unterliegt nach dramatischer Schlussphase

In einer dramatischen Schlussphase sicherte Maxime Lestienne (90.+4) den Gastgebern mit dem Schlusspfiff den Sieg. "Das späte Gegentor ist einfach nur dumm von uns", ärgerte sich Gelson Fernandes nach der Partie auf SPORT1-Nachfrage. Besonders bitter: Kostic hatte nur Sekunden vorher nach einem Konter den Siegtreffer für die Gäste. 

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"Es ist sehr, sehr bitter. Wir haben eigentlich ein ganz ordentliches Spiel gemacht", sagte ein enttäuschter Sebastian Rode nach dem Spiel bei DAZN. "Wir haben am Ende selbst die Chance, das 2:1 zu machen und kriegen im Gegenzug das Tor."

Auch Martin Hinteregger hatte die Schlussphase mitgenommen. "Wenn man Filip Kostic da runterlaufen sieht, dann denkt man immer: der macht das schon. Heute hat er es mal nicht gemacht, aber dann müssen wir das 1:1 mitnehmen."

Für Ärger hatte zuvor ein Foul an Rode gesorgt. Eintrachts Mittelfeldspieler war beim Stand von 1:1 kurz vor der Strafraumkante gelegt worden. Der Schiedsrichter gab Freistoß, verzichtete aber auf einen Platzverweis, obwohl der Verteidiger letzter Mann war. "Für mich war er klar letzter Mann, also ist es eine Rote Karte", schimpfte Rode. 

"Entweder gibt er Elfmeter und Gelb/Rot, oder er gibt Freistoß und dann ist es eine klare Rote Karte", kommentierte Hinteregger die Situation. "So ist die Regel und so hat es auch jeder im Stadion gesehen." 

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Eintracht bangt um K.O.-Runde

Das Team von Trainer Adi Hütter hat damit den vorzeitigen Einzug in die K.O.-Runde verpasst und muss vor den beiden letzten Vorrundenspielen bei Spitzenreiter FC Arsenal und Schlusslicht Vitoria Guimaraes noch um den Sprung in die K.o.-Phase bangen.

Dabei schien die Mannschaft von Frankfurts Trainer Adi Hütter auch ohne ihre Fans in Belgien bestehen zu können. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte die Anhänger der Eintracht wegen wiederholten Fehlverhaltens für insgesamt zwei Auswärtsspiele ausgeschlossen. "Das war definitiv eine Schwächung", meinte Sportdirektor Bruno Hübner.

"Jetzt ist die Enttäuschung groß, aber wir werden das Kind schon schaukeln", sagte Hübner kurz nach dem Abpfiff trotzig.

Auch im nun sehr wichtigen Match in London bei den Gunners (28. November) bleibt Frankfurts Fanblock verriegelt. Hinteregger gab sich vor dem Kracher bei Arsenal trotzdem kämpferisch: "Wir fahren nach London, um dort zu gewinnen."


Die Mannschaft von Eintracht-Trainer Adi Hütter fiel mit sechs Zählern hinter Arsenal (zehn) und das nunmehr punktgleiche Standard-Team auf den dritten Rang zurück, weil Lüttich die bessere Tordifferenz hat.

Theoretisch kann auch noch Guimaraes den Halbfinalisten der vergangenen Saison noch abfangen.

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