So erklärt Ribery seinen Schuhspaß mit Steinhaus

Robin Wigger, Rasmus Godau
Franck Ribery spielte Bibiana Steinhaus einen Streich

Franck Ribery vom FC Bayern München hat seinem Ruf als Spaßvogel mal wieder alle Ehre gemacht.

Der Franzose öffnete beim 5:0-Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Chemnitzer FC vor seinem Freistoß, der zum 4:0 führte, die Schnürsenkel von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus.

Steinhaus, die in ihrem Debüt bei einem Bayern-Spiel eine gute Leistung zeigte, reagierte auf den Streich mit zwei sanften Fausthieben gegen den Franzosen. 

Ribery befand nachher: "Sie ist schon stark, hat viel Kraft. Das war lustig! Sie hat das gut gemacht, war gut drauf."




"Musste die Schiedsrichterin ein bisschen schütteln"

In der ARD fügte er hinzu: "Diese Schiedsrichterin musste man ein bisschen schütteln wegen der Stimmung. Das war ein Spaß, aber man muss das immer respektieren." Nach dem Spiel witzelten Täter und Opfer bei der Verabschiedung gemeinsam.


Auch nach seinem ersten Pokaltor seit der Saison 14/15 hatte Ribery seinen Spaß, als er beim Jubel auf Robert Lewandowski zulief und ihm offenbar anzeigte "Was du kannst, kann ich auch." Lewandowski hatte zum 1:0 ebenfalls per Freistoß getroffen.

"Wir haben in der Halbzeit gesagt: Wenn ein Freistoß kommt, kommt Franck und will ein Tor schießen. Deshalb haben wir gelacht. Ich war schon auf der Bank und konnte deshalb nicht mehr selbst schießen, aber er hat es gut gemacht", sagte Lewandowski.

Steinhaus feiert Bayern-Premiere

Steinhaus war im Mai zur Saison 2017/18 als erste Frau in die 1. Bundesliga befördert worden. Seit 1999 ist die 38-Jährige DFB-Schiedsrichterin und seit 2005 FIFA-Schiedsrichterin.

Im Frauenfußball leitete sie unter anderem das Finale der WM 2011 sowie das Finale der Olympischen Spiele 2012. Bei den Männern kommt sie als Referee seit 2007 in der 2. Fußball-Bundesliga auf insgesamt 80 Spiele.

Im DFB-Pokal kam sie bislang elfmal zum Einsatz, darunter waren auch Spiele mit Beteiligung von Erstligisten. In der 1. Bundesliga war die Polizeibeamtin bis dato nur als 4. Offizielle tätig.

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