Bei Spielen im Juli: Radikaler Plan von 96-Boss Kind

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Eigentlich will die 2. Bundesliga ihren Spielbetrieb bis Ende Juni beendet haben. Sollten dennoch Spiele im Juli notwendig werden, plant 96-Boss Martin Kind auf diverse Spieler zu verzichten. 

Nämlich solche, deren Verträge am 30. Juni 2020 auslaufen. "Ich überlege, die Verträge auslaufen zu lassen und die Spieler dann im Juli nicht mehr einzusetzen, sofern wir einen sicheren Tabellenplatz besetzen", sagte der 76-Jährige im Interview mit dem Sportbuzzer.


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Die DFL hatte kürzlich erklärt, dass die Spielzeit notfalls auch über den eigentlich geplanten Saisonabschluss hinaus ausgedehnt werden könnte. Da bislang allerdings nicht geklärt ist, inwiefern die Profis mit Vertragsende Juni 2020 dann spielberechtigt wären, will Kind mit seinem Vorgehen einem möglichen Rechtsstreit vorbeugen.

Elf Verträge laufen bei Hannover aus

Sollte es zu Spielen im Juli kommen, würde dies für Hannover einen großen Aderlass bedeuten. Elf Profis, darunter drei Leihspieler, sind aktuell bis zum 30. Juni an den Zweitligisten gebunden. 

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Dennoch dürfe es laut Kind zu keiner Wettbewerbsverzerrung kommen.

Der Geschäftsführer plant eigenen Angaben zufolge ohnehin, die Verträge einiger Profis auszuweiten. Auch bei den ausgeliehenen Spielern Jannes Horn (vom 1. FC Köln) und Cedric Teuchert (von Schalke 04) hofft Kind trotz Kaufoptionen über 2,5 und 1,5 Millionen Euro auf einen Verbleib.


Kind hofft auf Kocak

"Die beiden wollen wir behalten. Wir sind im intensiven Austausch und werden eine faire Linie finden."

Für die kommende Transferperiode gab Kind zudem eine ganz klare Linie vor: "Ziel ist, wenig oder keine Ablöse zu zahlen -  oder wenn möglich Spieler auszuleihen, dann aber mit klaren Regeln für die Übernahme."

Alle Hoffnungen liegen dabei auf den Trainern Kenan Kocak und Gerhard Zuber. "Sie kriegen das hin."

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