Spionage bei Handball-EM?

Harte Anschuldigung bei der Handball-EM!

Die serbische Nationalmannschaft beschuldigt Slowenien, ihr Training vor dem direkten Aufeinandertreffen aufgenommen zu haben. In der letzten Partie der Gruppe B ging es um den Einzug in die Hauptrunde. Mit einem Sieg hätte Serbien noch an Slowenien vorbeiziehen können.

Entsprechend groß ist die Empörung der Verantwortlichen. Auf Instagram veröffentlichte Verbandspräsidentin Milena Delic Bilder von der vermeintlichen Spionage von Slowenien. „HEUTE BEIM TRAINING!“, war ihr Kommentar.

Dabei sind mehrere auf der Höhe gestapelte Kartons zu sehen, von denen das Feld sehr gut zu erkennen ist. In einem der Kartons befand sich ein Smartphone, hinter dessen Kamera sich ein Loch befindet. In einem anderen Karton ist ein Tablet festgeklebt, dass ebenfalls durch ein Loch filmen könnte.

„Es ist traurig, wenn das gegnerische Team Trainingseinheiten mit Smartphones und Tablets aufnimmt, weil sie Angst davor haben, gegen uns zu verlieren“, meinte die serbische Spielerin Jelena Lavko nach der Partie, die Slowenien mit 27:24 gewann.

Slowenien mit kuriosen Gegenargument für Spionage-Vorwurf

Ein offizielles Statement seitens des beschuldigten Verbands gibt es bisher noch nicht. Delic schilderte der Öffentlichkeit aber eine inoffizielle Erklärung.

So habe Slowenien die Kameras angebracht, um eine Geburtstagsüberraschung für einen ihrer Spielerinnen zu filmen. Das Problem ist jedoch, dass keiner der Spielerinnen demnächst Geburtstag hat. Einzig Tjasa Stanko ist im November geboren, jedoch am 5. und somit bereits zwei Tage vor dem Vorfall.

„Das ist eine Beleidigung unserer Intelligenz“, schimpfte daher Delic und ergänzte, „es wäre besser, sie würden sich öffentlich entschuldigen.“

Ob das Team ein Nachspiel für Slowenien hat, ist noch unklar. Eine offizielle Beschwerde beim europäischen Verband EHF hat Serbien aber bereits eingelegt.