​Sportpsychologin: Austragung des Dortmund-Spiels nach Anschlag "unverantwortlich"

Der Tatverdächtige im Fall des Anschlags auf den BVB-Mannschaftsbus schweigt weiter. Neues Material soll den 28-Jährigen nun weiter belasten:

Für die Sportpsychologin Jeannine Ohlert von der Deutschen Sporthochschüle Köln ist die Austragung des Viertelfinalhinspiels in der Champions-League zwischen Borussia Dortmund und dem AS Monaco am Mittwoch "unverantwortlich". Die Partie war am Dienstag aufgrund eines Anschlags auf den BVB-Mannschaftsbus abgesagt worden.

"Die Spieler haben einen Angriff auf ihr eigenes Leben erlebt und sollen jetzt wieder in den Alltag zurückkehren. Das ist aus meiner Sicht überhaupt nicht machbar vom Kopf her, weil sie wirklich ein Trauma erlebt haben", sagte Ohlert im SID-Interview.

Für Ohlert handelt es sich bei der Partie "auf jeden Fall um Wettbewerbsverzerrung. Das Spiel findet nicht auf Augenhöhe statt. Die Mannschaften sind beide betroffen, aber Dortmund ist stärker betroffen. Es ist kein normales, reguläres Spiel. Dortmund ist klar stärker belastet".

Auf dem Weg ins Stadion waren am Dienstagabend in der Nähe des BVB-Busses drei Sprengsätze explodiert, das Spiel wurde daraufhin abgesagt. Innenverteidiger Marc Bartra musste aufgrund einer gebrochenen Speiche im rechten Handgelenk operiert werden.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen