Stöckl glaubt an Graneruds Tourneesieg: "In allem ein bisschen besser"

SID
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Norwegens Skisprung-Nationaltrainer Alexander Stöckl glaubt an einen Sieg seines Überfliegers Halvor Egner Granerud bei der am Montag beginnenden Vierschanzentournee. Der Gesamtweltcup-Führende sei "in allem ein bisschen besser", sagte Stöckl im Interview mit Münchner Merkur und tz (Montagausgabe): "Vor allem gibt es im Moment keinen Athleten, der so stabil ist, der sich so flexibel auf die unterschiedlichen Anlagen einstellen kann. Zu allem hat er jetzt natürlich auch ein gutes Selbstbewusstsein."

Der 24 Jahre alte Granerud war ohne Podestplatzierung in seiner Karriere in die Saison gestartet, hatte im Vorwinter zeitweise seinen Platz in Norwegens A-Team verloren und gewann nun fünf von sieben Einzelspringen im laufenden Winter.

"Der Halvor Egner ist ein Athlet mit großer Liebe fürs Detail. Darin kann er sich manchmal aber verlieren. Und genau das ist im letzten Jahr passiert", sagte Stöckl: "Er hat sich blockiert. Aber über den Sommer hat er da einen ganz guten Weg gefunden. Er ist mit einer gewissen Ruhe an die Dinge herangegangen und hat an den Punkten gearbeitet, an denen es notwendig war. Das ist aufgegangen."

Zu Graneruds stärksten Kontrahenten im Kampf um den ersten norwegischen Tourneesieg seit Anders Jacobsen 2006/07 zählt Stöckl zwei Deutsche. "Ich rechne mit Markus Eisenbichler und Karl Geiger. Auch die Polen muss man auf der Rechnung haben", sagte der Österreicher, der seit 2011 das Team Norge betreut: "Kobayashi ist in Engelberg wieder sehr gut gesprungen. Das einzige Fragezeichen ist Stefan Kraft. Bei ihm geht es aufwärts, aber man muss abwarten, wie weit er schon ist."