Flick erklärt sein überraschendes Süle-Experiment

Florian Plettenberg
·Lesedauer: 2 Min.

Damit überraschte Hansi Flick wirklich alle!

Im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (2:1) setzte Bayerns Triple-Trainer auf Niklas Süle als Rechtsverteidiger. Eine Position, die dem 25-Jährigen eigentlich fremd ist. Allenfalls kommt der gelernte Innenverteidiger in einer Dreierkette auf den Halbpositionen zum Einsatz. Doch Flick traute ihm diese Position gegen die Wölfe zu.

Bayern-Trainer erklärt Plan mit Süle

SPORT1 fragte Flick: Was war Ihre Süle-Idee?

"Wir wollten mit einem Dreier-Aufbau agieren und gegen zwei gegnerische Stürmer mit David, Jérôme und Niklas das Spiel aufbauen. Dadurch wollten wir in der Restverteidigung einen Spieler mehr und dadurch eine Kompaktheit in der Defensive haben", erklärte Flick.

Und weiter: "Dafür haben wir Lucas Hernández links etwas hochgezogen und auf der rechten Seite haben Leroy und Kingsley die Außenbahn besetzt. Thomas hat dann als Sechser agiert und sollte dennoch in den Halbräumen sein."

"Das war für mich die einzige Überraschung. Wir hatten es gut im Griff und haben im Spiel nach vorne gute Räume gefunden", sagte Wolfsburg-Trainer Oliver Glasner zur Überraschungs-Personalie des Abends.

Sarr noch nicht bei Bayern angekommen

Ein Fingerzeig ist diese Personalie auch in Richtung Benjamin Pavard und Bouna Sarr, die beide nicht zum Einsatz kamen. (Tabelle der Bundesliga)

Pavard wirkte zuletzt müde und spielt bislang eine schwache Hinrunde. Neuzugang Sarr hat sein Bayern-Niveau noch nicht nachweisen können und kommt bislang wenig zum Einsatz. So kam es zum Süle-Coup.

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In der Anfangsphase tat sich Süle schwer und musste sein Stellungsspiel anpassen. Dafür konnte er viele Laufduelle für sich gewinnen und fand immer besser ins Spiel. In der Luft wie am Boden agierte der Abwehr-Hüne souverän.

Hinten stand er ab der 20. Minute zumeist sicher, im Spiel nach vorne schaltete er sich hingegen kaum ein. Flick schien das von ihm aber auch nicht eingefordert zu haben.

Flick zufrieden mit Süle-Experiment

Süle als Rechtsverteidiger dürfte für Flick keine Dauerlösung sein, eine Alternative gegen wuchtige Angriffsreihen der Gegner aber schon. (Ergebnisse & Spielplan der Bundesliga)

Flicks Fazit: "Ich glaube, dass der Plan nicht schlecht war, weil wir im Moment sehr kreativ sein und uns anpassen müssen. Daher war die Überlegung, die Dinge asymmetrisch aufzubauen. Das Ziel waren drei Punkte, die haben wir erreicht."