Stefan Effenberg attackiert Schalke-Boss Clemens Tönnies: "Hat in der Bundesliga nichts zu suchen"

Goal.com

Der frühere Bundesliga-Profi Stefan Effenberg hat Clemens Tönnies, den Aufsichtsratsvorsitzenden des FC Schalke 04, im Zeichen der aktuellen Debatte im Kampf gegen den Rassismus attackiert.

"Während wir über Rassismus diskutieren, darf Clemens Tönnies weiter Schalke-Chef sein. Ein Unding", schrieb Effenberg in seiner Kolumne für t-online.de: "So jemand hat in der Bundesliga nichts zu suchen."

Tönnies hatte sich vor rund einem Jahr als Redner beim Tag des Handwerks über Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel echauffiert. Demnach solle man von diesem Geld lieber 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren", sagte der Schalke-Boss damals.

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Tönnies' Aussagen hatten in Deutschland für einen Sturm der Entrüstung gesorgt, wonach einige prominenten Schalke-Fans ihre Mitgliedschaft gekündigt hatten.

Effenberg über Tönnies-Verbleib bei Schalke: "Ich habe dafür null Verständnis"

In der Folge ließ der 64-Jährige sein Amt für drei Monate ruhen und beteuerte, falsch verstanden worden zu sein. Die Diskussionen um seine Person haben ihn "unglaublich betroffen", stellte er hinterher bei Sky klar: "Nicht, weil ich etwas Falsches gesagt habe, sondern, weil es falsch aufgefasst wurde." Die Äußerungen seien "ein Fehler" gewesen.

Der DFB verzichtete anschließend auf Ermittlungen gegen Tönnies. "In der Bundesliga werden Spieler für weit weniger rausgeworfen oder suspendiert", erklärte Effenberg, der zuletzt als Sportdirektor des KFC Uerdingen fungierte, und schob nach: "Clemens Tönnies darf bis heute den Verein führen. Ich habe dafür null Verständnis. Wer sich rassistisch äußert, hat in keiner Funktion eines Vereins etwas zu suchen.

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