Steinhaus nimmt sich den Druck: "Ich gehe da raus und leite Spiele"

SID
Steinhaus nimmt sich den Druck: "Ich gehe da raus und leite Spiele"

Für Bibiana Steinhaus geht es bei ihrem Debüt als Bundesliga-Schiedsrichterin nicht darum, den Kritikern etwas beweisen zu müssen. "Das Gefühl habe ich gar nicht. Ich mache ja nichts anderes, als die letzten 20 Jahre auch: Ich gehe da raus und leite Spiele, das ist nicht brandneu. Es ist halt jetzt eine andere Liga", sagte Steinhaus im Aktuellen Sportstudio des ZDF.   
Die Hauptkommissarin aus Langenhagen war am ersten Bundesliga-Spieltag der neuen Saison noch nicht eingesetzt worden. Stattdessen hatte Steinhaus am Samstag das Drittligaspiel zwischen der SG Sonnenhof Großaspach und dem VfR Aalen (0:0) geleitet. Die 38-Jährige weiß bereits, wann und wo sie das erste Mal im Oberhaus auflaufen wird, "es bleibt im Moment aber noch ein Geheimnis", sagte Steinhaus.
Die Schiedsrichterin des Jahres war im Mai zur Saison 2017/18 als erste Frau in die Bundesliga befördert worden. "Ich spüre in erster Linie Vorfreude, aber auch eine gewisse Anspannung - und Erwartungen. Vor allem Erwartungen, die ich an mich selbst stelle", sagte Steinhaus der Welt am Sonntag.
Ihre berufliche Ausbildung sieht sie in punkto Entscheidungsfreudigkeit als Vorteil an. Dort würden "polizeiliche Führungsgrundsätze" vermittelt, die in vielen Situationen anwendbar seien.
"Ruhe bewahren, Überblick verschaffen, Reserven bilden. Beobachten, atmen, Sicherheit ausstrahlen, Geschehnisse auf das Wesentliche reduzieren, sortieren, das Bauchgefühl noch mal befragen, und wenn das geschehen ist, eine Entscheidung treffen", meinte Steinhaus.




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