Straubing heiß auf verspätete Premiere

Straubing heiß auf verspätete Premiere
Straubing heiß auf verspätete Premiere

Im zweiten Anlauf feiern die Straubing Tigers ihre Eishockey-Premiere in der Champions League. Erst bremste Corona die Niederbayern aus, jetzt wollen sie endlich auf internationalem Eis glänzen. „Wir haben einfach nur Bock drauf“, sagte Stürmer Tim Brunnhuber vor dem Auftaktspiel am Freitag (20.15 Uhr) beim zwölfmaligen polnischen Meister Comarch Krakau, „die CHL ist mittlerweile eine echte Hausnummer geworden, und wir wollen da was erreichen.“

Schon 2020 hatten sich die Straubinger als Hauptrundendritter für die CHL qualifiziert. Doch nicht nur die Play-offs fielen der Corona-Pandemie zum Opfer, sondern auch der Europapokal in der folgenden Saison. Als Vierter der vergangenen Spielzeit lösten die Tigers neben Meister Eisbären Berlin, Red Bull München und Grizzlys Wolfsburg erneut ihr CHL-Ticket.

Das verspätete Debüt hat nicht nur große Vorfreude ausgelöst, sondern auch die Hoffnung auf sportlichen Erfolg, denn die Gruppe F ist lösbar: Krakau und den Villacher SV aus Österreich müsste das Team von Trainer Tom Pokel hinter sich lassen, um zusammen mit dem schwedischen Meister Färjestad BK die K.o.-Runde zu erreichen. Den "Gruppensieg" hatte Sportchef Jason Dunham vollmundig bei der Teampräsentation auf dem Gäubodenfest gefordert.

Deutlich mehr Erfahrung in der CHL hat Vizemeister München, der 2019 als bislang einziger deutscher Klub das Finale erreichte. In der vergangenen Saison schieden die Bayern im Halbfinale gegen den finnischen Meister Tappara Tampere - nicht zuletzt, weil ihre Nationalspieler bereits in der Olympia-Vorbereitung waren.

Schon in der Vorrunde bietet sich die Chance zur Revanche, zunächst geht es am Donnerstag (20.00 Uhr/Sport1) aber zu den Rapperswil-Jona Lakers in die Schweiz. "Es ist ein Zeichen für unsere Qualität, dass wir konstant vorne mit dabei waren", sagte Nationalspieler Patrick Hager, "wir werden wieder angreifen."

Nachholbedarf hat Meister Berlin, der bei fünf Teilnahmen noch nie über das Achtelfinale hinauskam. Mindestens ein Auswärtsspiel müsse man gewinnen, rechnete Trainer Serge Aubin vor dem Start am Donnerstag (20.15 Uhr) beim französischen Meister Bruleurs des Loups Grenoble, "und zu Hause natürlich alle drei Spiele." Wolfsburg startet am Freitag (20.15 Uhr/Sport1) gegen den Schweizer Meister EV Zug.