Streit eskaliert! Atalanta-Held singt Juve-Hymne

Johannes Fischer
·Lesedauer: 2 Min.

Lange Zeit war Alejandro Gomez bei Atalanta Bergamo ein Held.

Seit 2014 im Verein, begeisterte der Argentinier die Atalanta-Fans mit technischen Kabinettstücken ebenso wie mit seine Offensivqualitäten.

Gomez, der nur "Papu" genannt wird, wurde zu einem der Gesichter eines Märchens, das in der vergangenen Saison erst im Viertelfinale der Champions League endete.

Doch nun scheint die Liaison zwischen dem mittlerweile 32-Jährigen und Atalanta brüsk zu Ende zu gehen.

Schuld daran soll ein krachender Disput mit Trainer Gian Piero Gasperini sein, der so heftig war, dass sich der Mittelfeldstar via Instagram an seine Fans wandte und andeutete, den Klub am Saisonende verlassen zu wollen.

"Liebe Atalanta-Fans, ich schreibe euch hier, weil ich keinen anderen Weg habe, mich zu verteidigen und mit euch zu sprechen", schrieb Gomez. "Ich wollte euch nur mitteilen, dass ihr die Wahrheit erfahren werdet, wenn ich gehe. Ihr kennt mich und die Person, die ich bin. Ich liebe euch."

Hoffnung auf Versöhnung?

Beim Champions-League-Spiel gegen den FC Midtjylland (1:1) hatte sich der nur 1,67 Meter große Regisseur den Anweisungen seines Trainers widersetzt, vom zentralen Mittelfeld auf die Außenposition zu wechseln. Gasperini nahm Gomez daraufhin aus dem Spiel - und das Unheil nahm seinen Lauf.

Dass sich der einstige Atalanta-Held immer noch nicht beruhigt hat, wurde beim Duell gegen Rekordmeister Juventus Turin am frühen Mittwochabend deutlich - denn da trieb es Gomez auf die Spitze.

Als Ersatzspieler saß er auf der Tribüne und sang inbrünstig mit, als vor der Partie die Vereinshymne der Gastgeber ertönte - und einen Shitstorm der Atalanta-Fans in den sozialen Medien auslöste.

Einen kleinen Lichtblick, dass sich die Streithammel doch noch zusammenraufen könnten, gab es aber doch. In der 53. Minute nahm Gasperini den gekränkten Gomez in die Partie - und "Papu" brachte mit seinen Teamkameraden das beachtliche Remis über die Zeit.