Streit um Trikot-Ausrüster - Liverpool erzielt Einigung

Christian Scharbert
Sport1

Wegen der Unterbrechung der Premier League hatte der FC Liverpool ein Ausrüster-Problem. Denn gemäß des Vertrages mit seinem neuen Trikotsponsor Nike hätte der Klub noch vor Saisonende das Trikot wechseln müssen.

Nun hat sich der Klub mit dem US-Unternehmen aber auf eine Verschiebung des Vertragsbeginns geeinigt. Der Tabellenführer der Premier League wird im Falle eines Liga-Neustarts damit die Saison mit Trikots der Marke New Balance zu Ende spielen.

Für Liverpool eine gute Lösung, nachdem befürchtet wurde, dass New Balance als Ausrüster für die Saison 19/20 juristische Wege einleitet, um eine Entschädigung für den verloren gegangenen Werbeeffekt zu erwirken. 

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Nike wird gemäß der neuen Vereinbarung erst zum Start der kommenden Spielzeit der neue Ausrüster des Champions League-Siegers sein. Durch diesen Deal erhalten die Reds 70 Millionen Pfund pro Jahr. Der Konzern will jedoch für die Verzögerung des Geschäftsbeginns entschädigt werden.

Zum Vergleich: Von New-Balance, die den FC Liverpool seit fünf Jahren ausrüsten, erhielt der 18-malige Englische Meister "nur" 40 Millionen. 

Liverpool plant Siegerehrung ohne Zuschauer

Der FC Liverpool hat die Meisterschaft so gut wie in der Tasche: Auf den Tabellenzweiten Manchester City hat die Star-Truppe satte 25 Punkte Vorsprung (Service: Tabelle Premier League).

Zwei Siege fehlen Jürgen Klopp und seine Truppe noch zum lang ersehnten ersten Meistertitel seit 1990.

Nach Informationen der Daily Mail plant der Klub bereits eine Siegerehrung ohne Zuschauer - und zwar im New Balance-Dress. 


Weitere Premier-League-Klubs mit Trikot-Problemen

Liverpools Sponsoren-Einigung dürften viele andere Premier League-Klubs mit großem Interesse verfolgen.

Auch die Trikotverträge von Newcastle (Puma) und Wattford (adidas) laufen noch vor Saisonende aus. Fünf Erstligisten haben bereits sicher zur kommenden Saison einen neuen Sponsor, weitere fünf sind auf der Suche nach einem neuen Ausrüster.

Klubs müssen hinsichtlich abgeschlossener Deals auf die Bereitschaft der Partner hoffen, Kontrakte neu zu verhandeln. Neue Einigungen zu erzielen gestaltet sich aufgrund des erheblichen finanziellen Schadens in der Fußball-Branche noch schwieriger. 

Die Premier League ist seit Mitte März wegen der Corona-Pandemie unterbrochen. Seit dieser Woche dürfen die Teams unter strengen Auflagen trainieren. Der 19. Juni steht als mögliches Startdatum im Raum.

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