Streitfall Polizeikosten: Werder fordert Solidarität

Sportinformationsdienst
Sport1

Werder Bremen hat im Streit um die Kosten für Polizeieinsätze bei Bundesliga-Spielen die anderen 35 Klubs der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Solidarität aufgerufen.

Werder habe am Freitag bei der DFL einen schriftlichen Antrag "auf eine angemessene Teilung der sogenannten 'Polizeikosten' durch die Gebührenbescheide des Bundeslandes Bremen" eingereicht, wie der Klub mitteilte.

Die Bremer forderten die anderen 35 Klubs auf, "dem Beschluss des geschäftsführenden Präsidiums, hundert Prozent der Kosten auf Werder umzulegen, auf der Mitgliederversammlung am Dienstag nicht zuzustimmen".

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Dieser Vorschlag "erschüttere das Gefüge der 1. und 2. Bundesliga als Solidargemeinschaft", schrieben die Norddeutschen weiter und schlugen stattdessen vor, die Kosten bei sogenannten Hochrisikospielen auf Werder als Veranstalter, die DFL als Mitveranstalter und den jeweiligen Gastverein aufzuteilen.

Werder bleibt damit bei seiner harten Linie.

Bremen droht mit juristischen Mitteln

Präsident Hubertus Hess-Grunewald hatte am Montagabend auf der Mitgliederversammlung der Hanseaten angekündigt, dass der Klub jede Form der Weitergabe von Kosten bei Hochsicherheitsspielen, welche die Stadt Bremen bei der DFL in Rechnung stellt, rechtlich prüfen lassen werde.

"Wir werden uns, wenn nötig, auch mit juristischen Mitteln dafür einsetzen, dass nicht 100 und auch nicht 50 Prozent der Kosten an uns weiterbelastet werden", sagte der Klubchef.


Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte Ende März festgestellt, dass die Beteiligung des Profi-Fußballs an Polizeikosten grundsätzlich rechtmäßig sei.

Die DFL hatte anschließend die Gebührenbescheide des Landes Bremen für vier Partien des Bundesligisten in Höhe von 1,17 Millionen Euro fristgerecht bis Ende September beglichen, aber angekündigt, mindestens die Hälfte der Rechnung an Werder weiterzureichen.

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