Strick-Vorfall gegen NASCAR-Fahrer kein "Hassverbrechen"

SID
Sport1

Bei dem Vorfall rund um den schwarzen NASCAR-Fahrer Bubba Wallace handelt es sich laut FBI nicht um ein rassistisches Verbrechen.

Wie die US-Ermittler am Dienstag mitteilten, habe sich der gefundene Strick seit Monaten in der Box des 26-Jährigen auf dem Talladega Superspeedway in Lincoln/Alabama befunden.

Deswegen werde keine Anklage in diesem Fall erhoben.

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Das FBI habe seine Ermittlungen "abgeschlossen und festgestellt, dass Bubba Wallace nicht das Ziel eines Hassverbrechens war", schrieb die Rennsportserie NASCAR in einer Erklärung. Das Zugseil für ein Garagentor habe sich bereits seit vergangenem Herbst an der Fundstelle befunden, zu diesem Zeitpunkt seien die Garagen noch nicht zugeteilt gewesen.

"Wir schätzen die schnelle und gründliche Untersuchung des FBI und sind dankbar zu hören, dass dies kein absichtlicher, rassistischer Akt gegen Bubba war", schrieb NASCAR weiter.

NASCAR setzt Zeichen gegen Rassismus

Im Vorfeld des Rennens war in der Box des einzigen schwarzen Fahrers der Rennserie ein Strick gefunden worden.

NASCAR ging zunächst von einer rassistisch motivierten Tat aus. Das komplette Fahrerlager und die Crews hatten sich am Montag vor dem Rennen hinter dem Wallace-Auto aufgestellt, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

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Wallace hatte zuletzt erfolgreich darauf gedrängt, dass die bei NASCAR-Fans beliebte, allerdings als Symbol für Sklaverei und Rassismus geltende Konföderierten-Flagge bei Rennen verboten wird. NASCAR ist vor allem bei der weißen amerikanischen Mittelschicht hochpopulär.

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