Studie: Frauen, die Mannschaftssport betrieben haben, sind erfolgreichere Unternehmerinnen

Frauen, die einen Mannschaftssport betreiben, bringen gute Eigenschaften mit, um als Unternehmerin erfolgreich zu sein. - Copyright: picture alliance / foto2press | Oliver Baumgart
Frauen, die einen Mannschaftssport betreiben, bringen gute Eigenschaften mit, um als Unternehmerin erfolgreich zu sein. - Copyright: picture alliance / foto2press | Oliver Baumgart

Zielstrebigkeit, Willensstärke und Teamfähigkeit sind wichtige Eigenschaften, die eine gute Unternehmerin ausmachen. Diese Merkmale sind auch in Mannschaftssportarten von Bedeutung. Daher verwundert es nicht, dass ehemalige Teamsportlerinnen häufig zu erfolgreichen Geschäftsfrauen heranwachsen. Eine neue Studie, die von Visa in Auftrag gegeben wurde, konnte diesen Zusammenhang nun nachweisen.

Im Rahmen der Studie wurden 2.500 europäische Unternehmerinnen oder angehende Unternehmerinnen befragt, die derzeit ein kleines oder mittleres Unternehmen leiten oder in den nächsten 24 Monaten gründen wollen. Die Daten wurden mithilfe einer Online-Umfrage neben Deutschland auch in Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien erhoben.

Studie zeigt: Viele Frauen, die Mannschaftssport betrieben haben, führen erfolgreiche Unternehmen

Die Ergebnisse: 61 Prozent der Unternehmerinnen, die häufig Mannschaftssport betrieben, gaben an, dass ihre Firma in den letzten beiden Jahren durchschnittlich gewachsen sei. Bei denen, die in keiner Mannschaft spielten, waren es durchschnittlich nur 40 Prozent. Mehr als drei Viertel (83 Prozent) der sportlichen Unternehmerinnen berichteten, ihre Team-Aktivität habe sich positiv auf das Geschäft ausgewirkt.

Zudem führen Unternehmerinnen, die regelmäßig an Mannschaftssportarten teilnehmen, eher größere Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern, nämlich 67 Prozent gegenüber 46 Prozent, die Einzelsport betreiben. 72 Prozent der Unternehmen, die von Frauen mit Teamsport-Erfahrung geführt werden, machen einen Umsatz von mehr als zwei Millionen Euro pro Jahr. Bei den Solosportlerinnen sind es nur 45 Prozent.

Mannschaftssport fördert Entschlossenheit, Teamwork und Selbstvertrauen

Viele der Barrieren, die Frauen und Mädchen im Sport zurückhalten, sind analog zu denjenigen, die Frauen auch beruflich hemmen. Die Förderung von Unternehmerinnen könnte der Weltwirtschaft einen Schub in Höhe von 4,8 Billionen Euro verleihen, wobei die Studie von Visa auch aufdeckt, welche Fähigkeiten, die auf dem Sportplatz erlernt werden, Frauen dabei helfen können, erfolgreicher zu sein.

Wenn es darum geht, wie der Sport der Geschäftswelt zugutekommt, sind die wichtigsten übertragbaren Fähigkeiten laut der Visa-Studie Ausdauer und harte Arbeit sowie Selbstvertrauen, Leidenschaft, Entschlossenheit und Teamwork. Frauen, die Mannschaftssport betreiben, fühlen sich auch wohler, wenn sie sich auf ihre persönlichen Netzwerke verlassen, um Unterstützung zu erhalten, wobei diese Befragten auch angaben, dass sie

  • denken, dass Mentoring und Beratung für Unternehmen wichtig sind (78 Prozent vs. 64 Prozent der Unternehmerinnen, die Solosport betreiben)

  • vor allem in Stoßzeiten um Hilfe bitte (74 Prozent vs. 64 Prozent der Unternehmerinnen, die Solosport betreiben)

Selbstvertrauen wird weithin als eines der größten Hindernisse für den Fortschritt von Frauen angesehen, aber die Studie von Visa zeigt, wie Unternehmerinnen durch Mannschaftssport Fähigkeiten erlernen und persönliche Netzwerke aufbauen, die ihr Selbstvertrauen und ihre Führungsrolle stärken. Frauen, die Mannschaftssport betreiben, nennen die Angst vor dem Scheitern seltener als zentrale geschäftliche Herausforderung (20 Prozent im Vergleich zu 25 Prozent im Durchschnitt). Von den Gründerinnen, die Mannschaftssport betrieben, sagten 18 Prozent, dass sie der Gemeinschaft etwas zurückgeben wollten – fast doppelt so viel wie der Durchschnitt (9 Prozent).