Süße Rache: Frau zahlt Scheidungsgeld in 10-Cent-Münzen

Ann-Catherin KargFreie Journalistin

Als eine Amerikanerin herausfindet, dass ihr Mann mit der Frau eines Freundes fremdgeht, lässt sie sich von ihm scheiden. Laut Gerichtsbeschluss muss sie ihrem Ex noch 7500 US-Dollar aus gemeinsamen Vermögenswerten zahlen. Ungerecht, findet sie – und findet einen Weg, ihm die Sache so schwer wie möglich zu machen.

Scheidungen sind kein Zuckerschlecken. Eine ungewöhnliche Rache-Aktion startete jetzt eine Amerikanerin. (Bild: Getty Images)
Scheidungen sind kein Zuckerschlecken. Eine ungewöhnliche Rache-Aktion startete jetzt eine Amerikanerin. (Bild: Getty Images)

In einem inzwischen gelöschten Facebook-Post machte die US-Amerikanerin Brandi Lee vor kurzem ihrem Ärger über ihre gescheiterte Ehe Luft. Laut der britischen Zeitung "The Daily Mail" schrieb sie, ihr Mann habe ein Verhältnis mit der Frau einer seiner Kumpel gehabt. Dieses hätte schon bestanden, bevor sie ihren Mann geheiratet habe und wäre auch nach der Hochzeit, bei der die betreffende Frau sogar anwesend war, weitergegangen.

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Gekränkt und geschröpft

Als die Affäre schließlich aufflog, reichte die Ehefrau die Scheidung ein. Im Verlauf des Scheidungsverfahren wurde sie dazu verpflichtet, ihrem untreuen Mann "aus irgendeinem bescheuerten Grund" 7500 US-Dollar aus gemeinsamen Vermögenswerten zu zahlen. Das Geld werde sie zahlen, schrieb Lee auf Facebook. "Aber der Gerichtsbeschluss sagt nur, dass ich 'die Summe von 7500 Dollar' zahlen muss. Das war's. Da steht nicht, wie ich sie zahlen muss."

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Das Geld bekommt er, aber nicht umsonst

Und so erdachte sie einen so lustigen wie perfiden Plan, um ihrem Ex die Freude an dem finanziellen Zugewinn zumindest ein bisschen zu vergällen. Sie ging zu ihrer Bank, erzählte die Geschichte von dem Betrug und bat die Angestellten, ihr das Geld doch bitte in 10-Cent-Münzen auszuzahlen, die sie bar bezahlen wollte. Der Witz dahinter: "Unsere Bank akzeptiert Kleingeld nur, wenn es ordentlich gerollt wurde, alsooooo los geht's!"

Der Mann ist weg, die Kosten bleiben

Während er das Kleingeld rolle, solle sich ihr Ex-Mann in Ruhe überlegen, wie ihr Leben mit zwei kleinen Kindern und zwei Farmen an der Backe nun aussehe. Ihr Mann sei mitsamt seinem Einkommen gegangen, doch die Rechnungen und die Arbeit blieben an ihr hängen, schrieb Lee noch.

Reddit: Die absurdesten Scheidungsgründe

Wenn geheime Pläne nicht geheim bleiben

Dass Geld in der Lage ist, die Beziehung zwischen (Ex)-Eheleuten nicht erst im Nachhinein zu zerstören, haben schon andere Fälle gezeigt. Auf der US-Plattform Reddit erzählte in der Rubrik "Die empörendsten Scheidungsgründe" ein Anwalt von einem ganz speziellen Fall: Ein Mann wollte seiner Frau, mit der er seit 40 Jahren verheiratet war, ein falsches Testament unterjubeln, das er vor ihren Augen unterschreiben wollte. Dieses sollte der Anwalt später vernichten und durch ein anderes ersetzen, indem statt seiner Frau die Kinder des Mannes als Erben eingetragen waren. Dumm nur, dass er der Kanzlei seinen Plan in einer Mail unterbreitete, bei der er seine Frau aus Versehen in CC gesetzt hatte. Statt des Testaments sollte die Kanzlei zwei Wochen später die Scheidungspapiere aufsetzen.

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