Nach Super-League-Debakel: Chelsea lässt Fanvertreter bei Vorstandssitzungen zu

SID
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Nach Super-League-Debakel: Chelsea lässt Fanvertreter bei Vorstandssitzungen zu
Nach Super-League-Debakel: Chelsea lässt Fanvertreter bei Vorstandssitzungen zu

Der englische Fußball-Spitzenklub FC Chelsea will seinen Anhängern nach der massiven Kritik an seinen Super-League-Plänen buchstäblich die Tür öffnen. Wie der Verein des deutschen Teammanagers Thomas Tuchel am Dienstag mitteilte, werden mit Beginn der kommenden Saison drei Fan-Berater an den Vorstandssitzungen teilnehmen, um "sicherzustellen, dass die allgemeine Stimmung der Fans als Teil des Entscheidungsprozesses des Vereins berücksichtigt wird".

Chelsea will sich nun mit dem Fan-Forum und mehreren nicht-offiziellen Fangruppen beraten, um den vom Klub vorgeschlagenen Prozess zur Auswahl der drei Fan-Berater zu diskutieren. Die Kriterien für die Nominierungen sowie die endgültige Auswahl würden "sicherstellen, dass die Fanpräsenz repräsentativ für unsere Fanbasis im Allgemeinen ist und dass sie inklusiv und vielfältig ist". Die Auswahl werde vor Beginn jeder Saison neu getroffen.

Die ausgewählten Vertreter sollen denselben Vertraulichkeitsverpflichtungen unterliegen wie ein reguläres Vorstandsmitglied bei den Londonern, allerdings erhalten sie kein Stimmrecht und bleiben ohne Zugang zu Sitzungen mit Spielern oder Mitarbeitern.

Geplant sei die Teilnahme an etwa vier Sitzungen pro Saison. "Wenn sie das Jahr erfolgreich abschließen, sind sie berechtigt, eine in Großbritannien registrierte Wohltätigkeitsorganisation auszuwählen, die eine Spende von 2500 Pfund vom Verein erhält", erklärte Chelsea.