Supercup: THW nimmt erfolgreich Revanche

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Supercup: THW nimmt erfolgreich Revanche
Supercup: THW nimmt erfolgreich Revanche

Der THW Kiel hat sich den ersten Titel der neuen Handballsaison gesichert und den Supercup gewonnen.

Der deutsche Meister setzte sich am Samstagabend in einer spannenden Partie mit 30:29 (17:14) gegen Pokalsieger TBV Lemgo Lippe durch. (NEWS: Alles zur HBL)

Für Rekordchampion Kiel ist es bereits der elfte Triumph im Supercup, zuletzt hatten sie den Titel im vergangenen Jahr gewonnen.

THW-Trainer Filip Jicha zeigte sich am Sky-Mikrofon zufrieden: „Es war ein gutes Spiel und macht Lust auf eine spannende Saison.“

Lemgo-Coach Florian Kehrmann lobte seine Mannschaft trotz der Niederlage: „Die Jungs haben eine geile Leistung gebracht.“ Am Anfang habe sein Team „zu viel Respekt“ gehabt.

Supercup: THW Kiel mit Sieg gegen TBV Lemgo Lippe

„Eigentlich hatten wir das Gefühl, das Spiel im Griff zu haben, haben dann aber zu viele freie Bälle liegen lassen, dann wurde es noch einmal spannend“, sagte Steffen Weinhold. (SERVICE: Alle Spiele und Ergebnisse)

Der 35-Jährige, der vor kurzen aus der Nationalmannschaft zurückgetreten war, betonte außerdem, dass er „grundsätzlich“ noch „Bock auf Handball“ habe. „Ich habe bewusst das Nationalmannschaftsende gewählt, um mehr Zeit für meine Familie zu haben und noch ein bisschen länger Handball spielen zu können.“

Niclas Ekberg war mit fünf Treffern bester Werfer der Kieler vor 3007 Zuschauer in Düsseldorf. Erlaubt gewesen wären nach einer abgelaufenen Saison mit weitgehend Geisterspielen allerdings 8000 Zuschauer.

„Wir wollen unser wahres Gesicht zeigen“ sagte Jicha vor der Partie: „Aber natürlich wissen wir, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben werden.“

Doch der Meister aus Kiel zeigte sich von Beginn an hellwach und versuchte immer wieder, mit schnellen Angriffen über den langjährigen deutschen Nationalspieler Hendrik Pekeler oder Harald Reinkind Treffer zu erzielen.

HBL: Bundesliga-Start am Mittwoch

Kiel konnte sich so nach zwölf Minuten erstmals einen vier Tore Vorsprung (8:4) erarbeiten.

Lemgo hingegen baute das eigene Offensivspiel ruhiger auf und kam so zu den ersten Treffern, scheiterte im ersten Durchgang aber gleich zweimal per Siebenmeter am starken Kieler Torhüter Niklas Landin.

Auch deshalb hielt Kiel die Lemgoer stets auf Distanz, obwohl auch Lemgos Schlussmann Peter Johannesson einige starke Paraden zeigte (29.).

Nach der Pause versuchten sich die Kieler, die sich für die bittere Niederlage im Pokal-Halbfinale im vergangenen Juni revanchieren wollten, weiter abzusetzen, scheiterten aber oft an Johannesson, der eine überragende Vorstellung ablieferte.

Lemgo gab allerdings nicht auf und kam durch den ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig Bjarki Mar Elisson und den Spanier Gedeon Guardiola wieder bis auf einen Treffer heran (43.).

Doch in der Folge übernahm Kiel, die nahezu jeden Angriff über Starspieler Domagoj Duvnjak aufzogen, wieder etwas mehr die Kontrolle und behaupteten stets die knappe Führung.

Die Bundesliga startet am kommenden Mittwoch unter anderem mit der Partie Kiel gegen HBW Balingen-Weilstetten in ihre 56. Spielzeit.

Handball-Supercup im Stenogramm:

THW Kiel - TBV Lemgo Lippe 30:29 (17:14)

Tore: Ekberg (5/1), Wiencek (4), Pekeler (4), Sagosen (4/1), Reinkind (3), Zarabec (2), Duvnjak (2), Weinhold (2), Bilyk (1), Ehrig (1), Landin Jacobsen (1), Dahmke (1) für Kiel - Guzardiola (8), Elisson (6/1), Timm (6), Zerbe (3), Hutecek (2), Carlsbogard (2), Simak (1), Villaplana (1) für Lemgo

Zuschauer: 3007

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