Supreme-Court-Schock! "Geschäftsmodell der NCAA illegal"

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Supreme-Court-Schock! "Geschäftsmodell der NCAA illegal"
Supreme-Court-Schock! "Geschäftsmodell der NCAA illegal"

Muss sich die NCAA neu erfinden?

Am Montag hat der Supreme Court, der oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika, ein knappes, aber dafür umso aufsehenerregenderes Urteil gefällt. Laut dem Urteil der Richter, das mit 9:0 einstimmig gefällt wurde, seien die Regularien der NCAA nicht notwendig, um eine Abgrenzung zwischen College- und Profisport zu schaffen. (Alles zum US-Sport)

Vielmehr wäre das Geschäftsmodell der NCAA "in fast jeder anderen Branche in Amerika schlichtweg illegal", begründete Richter Neil Gorsuch im Namen aller beteiligten Richter das Urteil.

Die Klage der aktuellen und ehemaligen Athleten, angeführt von dem ehemaligen Running Back der University of West Virginia, Shawne Alston, und der ehemaligen Centerin der University of California, Justine Hartman, forderte mehr Vergütung der Universitäten für die Athleten, da diese Millionen von Dollar pro Jahr durch ihre Sportprogramme einnehmen würden.

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Zugleich würden an Trainer und Mitarbeiter horrende Gehälter gezahlt und enorme Beträge in palastartige Trainingszentren und Stadien gesteckt. Lediglich die Sportler, die das Geld generieren, würden nichts davon abbekommen.

NCAA argumentiert mit Schutz des Amateursports

Die NCAA hingegen argumentierte damit, dass ihre Regularien den Erhalt des Amateursports garantieren und somit eine Auswahl für den Konsumenten ermöglichen, der keinen Profi-Sport schauen möchte. In der Urteilsbegründung wurde diese Sichtweise mit einem irren Vergleich abgehandelt: Es können sich auch nicht alle Restaurants einer Region zusammentun könnten, um den Köchen die Löhne zu kürzen mit der Begründung, dass die Kunden es vorziehen würden, lieber von schlecht bezahlten Köchen ihr Essen zu bekommen.

Vielmehr würde die NCAA damit eine Immunität vom Kartellgesetz anstreben, erklärte Gorsuch weiter in seiner Begründung. Das Kartellrecht ist deswegen für diesen Fall relevant, da die Hochschulen aggressiv um die besten Spieler und Trainer konkurrieren.

Urteil ermöglicht mehr Bildungsleistungen

Allerdings ging es in diesem Verfahren noch nicht um die Frage, ob Collegesportler Gehälter oder Löhne bekommen sollen oder mit ihrem Namen oder Bild Geld verdienen dürfen. Hierzu kündigte die NCAA bereits an, dass sie bezüglich der Namens- und Bildrechte über eine Entschädigung der Spieler nachzudenken.

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In diesem Urteil ging es um mögliche Bildungsleistungen, die die Hochschulen bei ihrem Werben um die besten Spieler anbieten können. Dazu gehören nicht nur akademische Stipendien, sondern auch Stipendien für Graduiertenschulen, bezahlte Praktika und die Abschaffung der Obergrenze für Invaliditätsversicherungen.

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