Riesenbock von Ulreich - Fürth entreißt HSV Platz 1

SPORT1
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Der Hamburger SV hat die Tabellenführung in der 2. Bundesliga nach dem vierten Spiel in Serie ohne Sieg abgegeben. Nach dem 2:3 (2:2) gegen Heidenheim zog Greuther Fürth vorbei an den Hanseaten ((Ergebnisse der 2. Liga).

Der neue Spitzenreiter gewann das Franken-Derby bei Nürnberg knapp mit 3:2 (2:1).

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Auch Holstein Kiel rückte dem HSV durch ein klares 3:0 (0:0) gegen Hannover 96 dicht auf die Fersen (Tabelle der 2. Liga).

Kühlwetter ärgert den HSV

Dabei sah es für den HSV zunächst sehr gut aus. Sonny Kittel (16.) und Toni Leistner (24.) sorgten für ein schnelles 2:0. Danach verlor das Team jedoch den Faden und kassierte durch Christian Kühlwetter (27./44.) noch vor der Pause den Ausgleich. Kurz vor dem Abpfiff schoss Kühlwetter (90.) mit seinem dritten Treffer. HSV-Keeper Sven Ulreich hatte zuvor gepatzt und dem Stürmer den Ball geschenkt (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Damit verpasste der HSV auch die Revanche für das bittere 1:2 gegen Heidenheim am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison. Damals hatten die Norddeutschen den Relegationsplatz durch die Niederlage hergeschenkt.

"Für mich ist das Spiel ewig her, weil ich gar nichts damit zu tun hatte damals. Es ist vielleicht ganz leicht in einem Hinterkopf aber wird keine Rolle spielen", meinte Hamburgs Trainer Daniel Thioune vor dem Spiel. Er hatte im Vergleich zum 1:3 gegen den VfL Bochum am vergangenen Spieltag gleich drei Wechsel vorgenommen. Für Aaron Hunt, Bakery Jatta und Jeremy Dudziak begannen dieses mal Sonny Kittel, Khaled Narey und Stephan Ambrosius.

Die erste Niederlage der Saison auf fremden Platz verhinderte Thioune mit seinen Änderungen nicht.

Heidenheim ließ sich auch von turbulenten Stunden am Samstagmorgen nicht aus der Bahn werfen. Coach Frank Schmidt hatte kurzfristig auf Torhüter Kevin Ibrahim und Abwehrspieler Jonas Föhrenbach verzichten müssen. Beide Profis wurden positiv auf Corona getestet. Die Partie konnte aber stattfinden, da bei allen übrigen Heidenheimer Akteuren ein kurzfristig angeordneter Schnelltest negativ ausfiel.

Hannover 96 bricht auseinander

Der erneute Patzer des HSV spielte Greuther Fürth in die Karten. Havard Nielsen (3./37.) und Branimir Hrgota schossen die Kleeblätter an die Spitze. Für Nürnberg trafen Manuel Schäffler (8.) und Nikola Dovedan (78.).

In die Spitzengruppe rückte auch Holstein Kiel vor. Im Nord-Duell schossen Alexander Mühling per Elfmeter (56.), Dominik Kaiser (57./Eigentor) und Janni Serra (60.) gegen nach der Pause desolate Hannoveraner die Tore.

Bei 96 sah zudem Simon Falette in der 73. Minute Gelb-Rot wegen Meckerns.

Damit wird der Druck auf 96-Coach Kenan Kocak immer größer. "Das Wort Krise ist hoch gegriffen. Ich bin guter Dinge, dass wir wieder besser spielen", sagte Hannovers Trainer Kenan Kocak vor Anpfiff. Am Ende gab es das vierte Spiel in Serie ohne Erfolg. Hannover rutschte dadurch auf Rang 14 ab.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)