Tennis: Krawietz steht möglicher Impfpflicht kritisch gegenüber

SID
·Lesedauer: 1 Min.

Der zweimalige French-Open-Sieger Kevin Krawietz steht einer möglichen Impfpflicht gegen das Coronavirus bei Turnieren kritisch gegenüber. "Ich würde mich, glaube ich, erstmal grundsätzlich nicht impfen lassen", sagte der 28-Jährige im SID-Interview: "Aber wenn sie sagen, dass man nur mit Impfung die Australian Open spielen darf, ist die Tendenz dann, dass man sich dann impfen lässt."

Krawietz, der mit seinem Doppelpartner Andreas Mies in diesem Jahr den Titel in Roland Garros erfolgreich verteidigte, hofft, dass er nicht vor die Wahl gestellt wird. Dies deutet sich in Bezug auf die Australian Open aber auch aktuell nicht an. Ablehnend hatte sich zuvor bereits der Weltranglistenerste Novak Djokovic zum Thema einer möglichen Impfpflicht geäußert.

Der dreimalige Grand-Slam-Sieger Andy Murray hatte sich dagegen dafür ausgesprochen. "Ich würde hoffen, dass alle Spieler bereit sind, dies zum Wohle des Sports zu tun", sagte Murray im November: "Vorausgesetzt, alles hat sich als sicher erwiesen, klinische Studien und alles wurden durchgeführt, und es gibt keine signifikanten Nebenwirkungen."

Dass es Mitte Dezember noch immer keine endgültige Klarheit über den Turnierkalender für Anfang 2021 gibt, bezeichnete Krawietz als "wirklich schwierig. Weil wir nicht wissen, ob wir unser erstes Match am 4. Januar oder 1. Februar spielen", sagte der Coburger: "Da ist ein Monat dazwischen, es ist schon nicht so einfach, da jetzt zu trainieren."