Tennis-Profi von Vater ausgepeitscht und bestohlen

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Gegen Ende der 80er- und Anfang der 90-Jahre war Guillermo Perez-Roldan vor allem auf Sandplätzen ein unangenehmer Gegner auf der Tennis-Tour. 

Neun Turniersiege gingen auf das Konto des Argentiniers, bei den French Open 1988 erreichte er das Viertelfinale. 

Trotz all dieser Erfolge hatte die Karriere auch viele Schattenseiten. Schuld daran war sein Vater Raul, wie der heute 50-Jährige 27 Jahre nach seinem Rücktritt der Tageszeitung LaNacion verriet. 

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Perez-Roldan: "Er peitschte mich mit dem Gürtel aus"

"Nach einer Niederlage schlug er mir die Faust ins Gesicht. Er steckte meinen Kopf in die Badewanne, band mich ans Bett und peitschte mich mit dem Gürtel aus, weil ich mich auf dem Platz nicht gut genug bewegt habe", berichtete Perez-Roldan von seinen Qualen in jungen Jahren.

Diese endeten erst nach Perez-Roldans erstem Turniersieg, als er beschloss in Zukunft alleine auf die Turniere zu reisen.

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Die Demütigungen des Vaters waren aber nicht nur physischer und psychischer Natur. "Er raubte mir vier oder fünf Millionen Dollar. Alles, was ich verdient hatte, war weg. Meine Mutter und er haben mein ganzes Geld abgehoben", sagte Perez-Roldan. Davon habe erst 1993 erfahren. 


Vater Schuld am Karriereende

Wie die ehemalige Nummer 13 der Weltrangliste weiter berichtete, war sein Vater auch Schuld an seinem Karriereende. "1993 waren wir in Genua. Ich hatte spielfrei, schaute mir ein Match an. Als ich zurückkehrte, sah ich, wie mein Vater von zwei Männern am Bahnhof geschlagen wurde. Ich griff ein, verletzte mich und hatte mehrere Operationen", sagte Perez-Roldan. 

Trotz allem wünscht sich der inzwischen dreifache Familienvater, in Zukunft wieder mit seinem Vater in Kontakt zu kommen: "Ich hoffe, wir können uns irgendwann näher kommen. Am Ende ist er doch mein Vater."

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