Tennis-Star malt düsteres Zukunftsszenario

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Finanziell muss wegen der Coronakrise nahezu überall der Gürtel enger geschnallt werden.

Kein Wunder also, dass auch Tennis-Profi Feliciano Lopez schwere Zeiten auf seinen Sport zukommen sieht.

"Wir müssen verstehen, dass Tennis mindestens für die nächsten ein, zwei oder drei Jahre nicht mehr dasselbe sein wird. Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird", sagte der Spanier der BBC

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Vor allem in Sachen Preisgeld prognostiziert Lopez erhebliche Einbußen - und zeigte eine düstere Perspektive auf.

"Die Spieler müssen verstehen, dass es eine deutliche Senkung der Preisgelder geben wird", erklärte Lopez, der neben seinem Profi-Dasein auch als Turnierdirektor der Madrid Open fungiert.

Mehr noch: "Ich sehe das Szenario, dass Turniere nur mit einer Reduzierung des Preisgelds überleben werden. Dabei geht es nicht nur um dieses Jahr, sondern auch in der kommenden Saison", so der 38-Jährige.

Lopez: "Das passiert überall auf der Welt"

Als Ursache für diese Entwicklung macht Lopez die Auswirkungen der Coronakrise auf die globale Wirtschaft verantwortlich.

"Die Firmen und Sponsoren müssen eventuell Menschen entlassen", sagte er: "Das passiert überall auf der Welt, also werden sie zunächst das Sponsoring kürzen - das wird massive Auswirkungen auf das Tennis haben."


Einziges "Gegenmittel", dass die Krise in dieser Situation abmildert: Solidarität.

Die Tennis-Welt müsse diesen Moment "überleben und als Einheit zusammenstehen", appellierte Lopez.

Das gilt gewissermaßen auch für die nun doch möglich gewordene Austragung der US Open, die unter anderem die Stars Novak Djokovic und Rafael Nadal scharf kritisiert hatten.

"Die US Open hängen nicht nur von den Topspielern ab. Meiner Meinung nach planen sie das Event mit dem Gedanken, dass einige Topspieler - ich weiß nicht wie viele - nicht spielen könnten", so Lopez.

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