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Tennis-Star fordert Preisgeld-Anpassung

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Tennis-Star fordert Preisgeld-Anpassung
Tennis-Star fordert Preisgeld-Anpassung

Dominic Thiem gehört zu den besten Tennisspielern der Welt.

Matches gegen die Big 3 Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic gehören für den Österreicher mittlerweile zur Tagesordnung. Doch das war nicht immer so.

„Vor allem die ersten Matches gegen die großen Namen waren richtig schwierig. Du kennst sie aus dem Fernsehen, betest sie quasi an und willst dort hin, wo sie sind. Und dann dauert es gar nicht so lang und plötzlich stehst du ihnen gegenüber“, erzählte der 28-Jährige im Podcast „Einfach mal Luppen“ mit Toni und Felix Kroos.

Das Einzigartige an dem Trio sei, „dass sie schon eine Legendenaura versprühen. Man muss sie nicht nur spielerisch besiegen sondern auch diesen Legendenstatus besiegen. Das ist die ersten Male richtig schwer. Aber je mehr Matches man gegen die Legenden spielt, desto normaler wird es.“

Er fügte an: „Nach einer gewissen Zeit bin ich auch in diese Spiele reingegangen wie in jedes andere. Mit dem Ziel zu gewinnen. Dann war es auch eher egal, wer auf der anderen Seite steht“, so Thiem, der sich mittlerweile hat impfen lassen und sein Comeback plant.

Kroos: Kann Real Madrid wie auch Federer schlagen

Toni Kroos kennt das von Real Madrid, auch wenn der Fußball-Star dort in einer anderen Rolle gefordert ist: „Wenn wir gegen kleinere Gegner spielen und sie merken, dass da etwas möglich ist, dann merkt man richtig, wie sie während so eines Spiels wachsen“, sagte der 31-Jährige.

Es sei laut Kroos genauso möglich, Real Madrid zu schlagen wie etwa Federer. „Wahrscheinlich seltener als andere, aber es ist möglich.“

Außerdem sprach Thiem mit den Kroos-Brüdern über die Kluft zwischen Top-Profis und nicht so erfolgreichen Tennisspielern. „Es ist schon so, dass es bei Grand Slams und großen Turnieren immer mehr Preisgeld gibt. Das hat sich kontinuierlich gesteigert“, machte der Weltranglisten-Zwölfte deutlich.

Thiem fordert Maßnahmen gegen Kluft

Bei den Challenger-Turnieren sei es in den letzten Jahren ein bisschen besser geworden, aber „wenn man die Futures anschaut, ist das Preisgeld noch wie zu einer Zeit, bevor wir überhaupt geboren waren. Die vier Grand Slams machen so viel Geld. Die vier Verbände dieser Länder sind mit Abstand die reichsten.“

Deswegen fordert Thiem: „Die sollten einen kleinen Prozentanteil zu den Futures dazugeben. Damit könnte man den Spielern zumindest ermöglichen, dass sie ein bisschen Geld verdienen. Jetzt ist es noch so, dass man Minus macht, selbst wenn man das Turnier gewinnt. Das sollte nicht so sein.“

Toni Kroos sieht aus diesem Grund den Tennissport in Gefahr: „Viele werden daher Tennis gar nicht weiter verfolgen und irgendwann aufhören. Das ist schade für den Sport. Roger, Rafa oder Novak interessiert es nicht, ob sie 300.000 mehr Preisgeld bekommen oder nicht.“

Thiem: Italien geht im Tennis voran

Für Thiem geht Italien im Tennis als gutes Beispiel voran: „Sie haben die meisten Spieler mittlerweile unter den Top 100 und so viele junge Spieler. Der Verband steckt richtig viel Geld in die nationalen Turniere. Dann können sich die Spieler im Umkreis von 100 oder 200 Kilometern mit internationalen Top-Spielern messen, haben aber keine weite Anreise und können vielleicht sogar zu Hause schlafen. Das schlägt sich extrem im Budget nieder.“

Der Weg funktioniere. Denn: „Italien bringt einen Top-Spieler nach dem anderen raus. Das hat sicher viel damit zu tun.“

Auch die Attraktivität seiner Sportart für Zuschauer sieht das Tennis-Ass in Gefahr. Denn wenn Federer, Nadal und Djokovic in einigen Jahren nicht mehr spielen, fehlt dem Tennis möglicherweise die Strahlkraft.

„Die Gefahr ist schon da. Viele Tennisfans sind Fans von Federer, Nadal oder Djokovic“, machte Thiem deutlich und ergänzte: „Das ist genau unsere Aufgabe, dass wir so gut in deren Fußstapfen treten, dass diese Leute dabei bleiben und dass wir deren Fans an uns binden. Ich glaube, dass wir mit den neuen Spielern auf einem guten Weg sind.“

Hauptsächlich Stefanos Tsitsipas, Alexander Zverev und Daniil Medvedev könnten laut Thiem die Lücke füllen.

Bei den ganz jungen Spielern setzt er seine Hoffnungen in Jannik Sinner (Italien) und Carlos Alcaraz (Spanien). „Die Beiden sehe ich ganz vorne. Sinner hat mich aus den Top 10 verdrängt





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