Thomas Tuchel gibt kurioses Interview nach PSG-Sieg gegen BVB

Goal.com

PSG-Trainer Thomas Tuchel hat nach dem Einzug ins Champions-League-Viertelfinale gegen seinen Ex-Klub Borussia Dortmund auf kuriose Weise Kritik an der Berichterstattung in Deutschland über seine Person geübt.

Seine Kritik richtete sich allen voran an den Pay-TV-Sender Sky, der das Rückspiel im Pariser Prinzenpark übertrug und ihn in seiner Vorberichterstattung anzählte.

Thomas Tuchel: "Schönen Gruß ins Studio"

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"Die Gemengelage vorher, wie da gesprochen wird, das hat schon ein Geschmäckle", sagte Tuchel im Gespräch mit Reporter Patrick Wasserziehr und schob mit einem süffisanten Grinsen nach: "Ich habe Ihre Sendung vor dem Spiel auf dem iPad zufällig gesehen, da sehe ich die Schlagzeilen: 'Tuchel hat sein Team nicht im Griff, die machen, was sie wollen, er ist ein Zirkusdirektor.' Schönen Gruß ins Studio. Wie hängt das zusammen, wenn man 28-mal in Folge gewinnt?"

Angesprochen auf sein Verhältnis zum Starensemble um Neymar und Kylian Mbappe, mit denen er zuletzt öffentliche Reibereien gehabt hatte, erklärte der Coach des französischen Meisters in ernsterem Ton: "Ihr zeigt eine Statistik, wie viel Punkte wir holen. Du hast doch diese Statistik nicht, wenn es nicht zwischen Mannschaft und Trainer funktioniert. Wir haben eine Gruppenphase vom Allerfeinsten gespielt, haben jetzt einen Rückstand aufgeholt. Manchmal sprechen die Spiele für sich. Da braucht man nicht rumzuinterpretieren."

Tuchel schwärmt von Neymar: "Keinen Schiss in keiner Situation"

Der 46-Jährige lobte an dieser Stelle insbesondere Neymar, der einen der beiden Pariser Treffer beigesteuert hatte. Der brasilianische Superstar sei "total verlässlich" in solchen Topspielen. "Er kann den Druck aushalten, er hat die Persönlichkeit und das Vertrauen, die Dinge immer wieder zu machen. Er hat keinen Schiss in keiner Situation, deswegen muss er aufs Feld."

Für Tuchel war der Triumph über den BVB der größte auf internationalem Parkett seit seinem Amtsantritt in Paris 2018. In der vergangenen Saison hatte seine Elf im Achtelfinale gegen Manchester United den Kürzeren gezogen. "Wir sind wie eine Einheit aufgetreten und verdient weitergekommen", befand der Schwabe.

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