Tony Martin stürzt und muss Vuelta aufgeben

Sportinformationsdienst
Sport1

Ein schwerer Sturz von Tony Martin hat am Freitag die drittletzte Etappe der Spanien-Rundfahrt überschattet.

Rund 60 km vor dem Ziel in Toledo kam der viermalige Zeitfahr-Weltmeister vom Team Jumbo-Visma in einem Massensturz gemeinsam mit seinem Kapitän Primoz Roglic zu Fall.


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Während der Slowene Roglic, der in der Gesamtwertung der 74. Vuelta klar führt, das Rennen fortsetzen konnte, musste Martin verletzt aufgeben. Eine erste Diagnose stand zunächst noch aus. Noch unklar ist, was der Sturz im Hinblick auf die anstehende WM in der britischen Grafschaft Yorkshire (22. bis 29. September) bedeutet.

Den Sieg nach 165,2 km sicherte sich der Franzose Remi Cavagna (Deceuninck-Quick Step) als letzter verbliebener Fahrer einer Ausreißergruppe, zu der auch Nikias Arndt (Buchholz/Sunweb) gehört hatte. Der Gewinner der achten Etappe wurde kurz vor dem Ziel von den Verfolgern eingeholt. 

Für den Gesamtführenden Roglic, der letztlich Platz zehn belegte, blieb die heikle Etappe weitgehend folgenlos. Die Movistar-Mannschaft um Roglics schärfste Kontrahenten Alejandro Valverde (Spanien) und Nairo Quintana (Kolumbien) hatte nach dem Sturz an der Spitze des Feldes zunächst auf das Tempo gedrückt und rund eine Minute Vorsprung herausgefahren, die Gruppe um Roglic dann aber doch wieder aufschließen lassen.

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Im Finale holte Valverde drei Sekunden auf Roglic heraus und liegt nun mit 2:43 Minuten Rückstand auf Platz zwei. Dritter ist Quintana (+3:31).

Am Samstag steht auf den 190,4 km zwischen Arenas de San Pedro und der Plataforma de Gredos die letzte Bergetappe an, die mit einem kurzen Schlussanstieg in 1747 m Höhe endet. Danach steht der Vuelta-Sieger quasi fest - analog zur Tour der France wird das Leader-Trikot auf der finalen Etappe am Sonntag nach Madrid nicht mehr attackiert.

Für Tony Martin war es derweil das dritte vorzeitige Ende einer großen Rundfahrt in Serie. Bei der Tour 2018 hatte Martin einen Wirbelbruch erlitten und aufgeben müssen, bei der Frankreich-Rundfahrt 2019 war er nach einer Rangelei mit Ineos-Profi Luke Rowe disqualifiziert worden.   

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