Toto Wolff: Formel 1 im Kontext der Coronakrise nur Nebensache

Norman Fischer
motorsport.com

Die Formel-1-Welt steht in diesen Tagen still. Doch während sich im Motorsport kein Rad mehr dreht, werden bereits Maßnahmen getroffen, um den Betrieb nach dem Ende der Coronakrise wieder aufzunehmen. Wann das sein wird, ist ungewiss. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff richtet sich in dieser Zeit mit einem Brief an die Motorsport-Fans.

"Egal ob du Silber oder Rot, Pink oder Geld, Orange oder Blau unterstützt: Was uns alle vereint, ist die Leidenschaft für den Rennsport", schreibt er und ist ebenfalls enttäuscht, dass die Formel-1-Saison 2020 nach monatelanger harter Arbeit nicht beginnen kann.

"Wir haben uns alle darauf gefreut, das Röhren der Motoren zu hören, die hochentwickeltsten Autos am absoluten Limit zu sehen und die besten Fahrer der Welt im engen Zweikampf auf der Strecke zu erleben", so der Österreicher weiter.

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Doch Wolff weiß, dass Motorsport vor allem der Unterhaltung dient und in diesen Tagen zurückstecken muss. "Wir nehmen das sehr ernst, weil wir ihn lieben", meint er. "Aber im großen Gesamtbild ist er auf keinen Fall essentiell. Die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Fans, unserer Teammitglieder und der Gesellschaft an sich hingegen schon."

Wolff betont, dass man derzeit alle Mögliche tun muss, um für Sicherheit zu sorgen und das Virus einzudämmen. Dazu gehört auch, die zuletzt getroffenen Entscheidungen der FIA und der Formel 1 zu unterstützen.

Dort wurde unter anderem festgelegt, dass die Sommerpause auf März und April vorgezogen wird, dass die Saison frühestens in Baku beginnt und dass die neuen Autos auf 2022 verschoben werden.

Gleichzeitig legen die Teams der Formel 1 keine Steine in den Weg, was einen dicht gedrängten Kalender in der zweiten Jahreshälfte angeht. "Natürlich werden wir auf unsere Kollegen achten, damit ihre Gesundheit in diesen arbeitsreichen Wochen sichergestellt ist", betont Wolff.

"Auf seinem Höhepunkt besitzt der Sport nicht nur die Macht, uns zu unterhalten, sondern auch uns zu vereinen. Viele von uns haben großartige Erinnerungen, Rennen vor dem Fernseher oder an der Strecke mit Familie und Freunden zu verfolgen. In den kommenden Wochen ist es am besten, diese Einigkeit in unseren Wohnungen und weg von der Öffentlichkeit zu feiern", appelliert der Österreicher.

Man werde die kommenden Wochen mit der gleichen Energie und Entschlossenheit angehen wie auf der Strecke und seine Plattformen als "positive Stimme in der Formel-1-Community" nutzen. "An dich, unsere Fans, Teamkollegen, Partner und Rivalen: Indem wir an einem Strang ziehen, kommen wir durch die vor uns liegenden Herausforderungen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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