Toto Wolff: Motoren-Freeze wird nicht kommen

Norman Fischer
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Red Bulls große Hoffnung nach dem verkündeten Formel-1-Ausstieg hieß Motoren-Freeze. Der Rennstall regte an, die Motoren ab 2022 einzufrieren, damit man die Technologie von Honda weiter auf eigene Faust hätte einsetzen können. Überraschend fand man mit Mercedes sogar einen Verbündeten, doch Motorsportchef Toto Wolff sagt, dass es einen Freeze nicht geben wird.

Denn: Ferrari und Renault haben sich klar positioniert und sich gegen die Einfrierung der Technologie gestellt. "Und wenn zwei Motorenhersteller nicht zustimmen, dann kann es nicht eingeführt werden", weiß der Österreicher. "Sie werden ihre Gründe haben, wieso sie es ablehnen", sagt er. "Sie waren sehr eindeutig über ihren Standpunkt, von daher sehe ich das leider nicht kommen."

Ein alternativer Vorschlag, falls es mit der Einfrierung nichts wird, wäre ein sogenanntes Balance-of-Performance-Reglement, bei dem Hersteller künstlich eingebremst werden, um das Feld ausgeglichener zu gestalten. Doch davon hält Wolff überhaupt nichts: "Das wäre der Anfang vom Ende der Formel 1", stellt er klar.

Denn für Wolff würde dieses Thema schon in anderen Rennserien nicht funktionieren und immer wieder zu großen Diskussionen führen. "Und in einem Sport, der immer eine Leistungsgesellschaft war, so etwas einzuführen, würde die ganze DNA des Sports untergraben. Das wäre dann der Zeitpunkt, wo wir dann alle dieses Thema ad acta legen würden."

Womöglich könne man das für 2026 geplante neue Motorenreglement aber vorziehen, schlägt er vor. Dann könnte man auch das Thema nachhaltigere Formel 1 schon etwas früher vorantreiben. "Da wird's dann Downsizing geben, das wird richtig nachhaltig werden", sagt Wolff.

"Ich glaube, mit dieser Motorengeneration werden wir beweisen, dass wir von den jetzigen Hybridmotoren schon noch einen großen Schritt weitertun können in Richtung der neuen Welt."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.