Toto Wolff: Nachwuchs-Motorsport muss billiger werden

Stefan Ehlen
motorsport.com

Motorsport ist teuer. Und wie sich in vielen Fällen herausstellt: viel zu teuer. Genau das ist der Grund, weshalb vielversprechende Karrieren irgendwann enden oder gar nicht erst beginnen. Das stört Toto Wolff. Der Mercedes-Sportchef meint deshalb: Es brauche dringend einen Sinneswandel, am besten gleich zu Beginn einer Laufbahn.

"Der Anfang", sagt Wolff, "muss schon im Kartsport gemacht werden. Die Basis, die frühen Jahre im Kartsport, die müssen weitaus günstiger werden als sie es heute sind."

Es dürfe schlicht nicht sein, dass für für eine Saison "in einer ordentlichen Meisterschaft" Summen in der Größenordnung von 100.000 Euro aufgerufen würden. Solche Geldbeträge seien "für die meisten Familien schlicht unvorstellbar", meint Wolff und sagt: "Daran müssen wir arbeiten."

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Er plädiert dafür, die Kosten so zu senken, dass "vielen Kindern der Kartsport möglich wird, dass sie eine solide Ausrüstung haben, um dann irgendwann einmal in die Formel 1 zu gelangen." Einen konkreten Vorschlag aber, wie das zu schaffen sein könnte, hat Wolff nicht an der Hand.

Talent, so sagt er allerdings, werde sich immer durchsetzen, siehe Lewis Hamilton. "Auch er hat einmal eine Chance gekriegt im Kartsport", erklärt Wolff. Doch das "Problem" im Motorsport sei nicht auf die Einsteigerklassen beschränkt: "Jede Rennserie muss runter mit den Kosten."

In der Formel 1 wird das ab 2021 verbindlich geregelt: Die Budgetobergrenze deckelt die Maximalausgaben der Teams, allerdings mit Schlupflöchern. Denn die Gehälter von Fahrer und leitenden Angestellten sowie die Marketingkosten sind in der Höchstsumme nicht enthalten.

Weitere Co-Autoren: Jonathan Noble. Mit Bildmaterial von Press Images.

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